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Ukrainischer Geheimdienst: Russland zieht Eliteeinheiten von der Front ab

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Anton Holoborodko (Антон Голобородько), CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Innerhalb der russischen Militärführung zeigen sich Anzeichen von Unruhe.

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Ukrainische Quellen zufolge hat Moskau begonnen, erfahrene Truppen von Frontpositionen abzuziehen.

Der gemeldete Schritt scheint darauf abzuzielen, die Verteidigung in einer strategisch sensiblen Region zu verstärken.

Truppen verlegt

Das ukrainische Nachrichtenportal Ukrinform berichtete, dass Russland Teile seiner Elite-Fallschirmjägereinheiten von der Frontlinie abzieht.

Die Informationen wurden Nachrichten zugeschrieben, die Kämpfer mit Verbindungen zur Guerillabewegung ATESH auf Telegram veröffentlichten.

Den Berichten zufolge betrifft die Verlegung Soldaten des 18. Flugabwehrraketenregiments.

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Die Truppen sollen demnach in Richtung der russisch besetzten Krim verlegt werden, anstatt an vordersten Gefechtspositionen zu bleiben.

Ukrinform erklärte, die Truppenbewegungen spiegelten eine umfassendere Umgruppierung innerhalb des russischen Militärs wider.

Eliteeinheiten benannt

Zwei konkrete Einheiten wurden als kürzlich auf der Krim eingetroffen identifiziert.

Eine davon trägt den Namen „Irlandetsi“ und gehört zur Espanyola-Brigade, die andere ist „Ogdna 8“ aus der 106. Luftlandedivision der russischen Streitkräfte.

Beide Einheiten waren Berichten zufolge zuvor an der Front eingesetzt worden. Ukrainische Medien beschrieben sie als Eliteverbände mit Kampferfahrung.

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Ihre Präsenz auf der Krim deutet laut von Ukrinform zitierten Analysten auf eine Verschiebung der russischen Prioritäten hin.

Rolle bei der Drohnenabwehr

Ziel der Verlegung sei es, die Luftverteidigung auf der Halbinsel zu stärken. Ukrainische Journalisten erklärten, die Einheiten sollten dabei helfen, ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge abzuwehren.

Neben Einsätzen als sogenannte Feuer- und Drohnenabwehreinheiten sollen die Soldaten ihre Kampferfahrung auch an andere russische Verbände weitergeben.

Diese Einheiten hätten Berichten zufolge Schwierigkeiten gehabt, militärische Anlagen vor ukrainischen Drohnenangriffen zu schützen.

In den vergangenen Monaten kam es auf der Krim zu einer wachsenden Zahl von Angriffen auf militärische Infrastruktur.

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Zunehmender Druck

Vertreter der ATESH-Bewegung erklärten, der Schritt spiegele „nervöse Aktionen“ der russischen Streitkräfte wider.

Sie argumentierten, erfolgreiche ukrainische Angriffe auf Militärbasen hätten Moskau zu Reaktionen gezwungen.

Ukrinform fügte hinzu, dass die Lage auf der Krim für die russischen Kräfte zunehmend schwerer zu kontrollieren sei.

Steigende Verluste und wiederholte Angriffe, so das Portal, machten zusätzliche Verteidigungsmaßnahmen notwendig.

Quellen: Ukrinform, ATESH-Telegram-Kanäle, O2

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