Sicherheitsteams beobachten bereits seltsame und gefährliche Aktivitäten vor Ort.
Wenn globale Allianzen unter ernsthaftem Druck stehen, zeigt sich die wahre Belastungsprobe oft im Verborgenen und nicht auf einem offenen Schlachtfeld. Staats- und Regierungschefs testen ihre Rivalen manchmal heimlich, um deren Reaktion zu ergründen. Nun rüstet sich ein massiver Militärblock genau für diese Art von verdecktem Druck.
Tests im Verborgenen
US-Geheimdienste sind der Ansicht, dass der russische Präsident Wladimir Putin seine globale Strategie ändert. Er könnte bald grünes Licht für geheime Operationen auf europäischem Boden geben.
Ihr Hauptziel sei es nicht, einen offenen Krieg zu beginnen. Laut CBS News, zitiert von WP, glauben amerikanische Beamte, Moskau wolle die Grenzen der NATO-Einheit ausloten.
Geheimdienstmitarbeiter vermuten, Putin wolle insbesondere sehen, wie die Regierung von Donald Trump mit einer plötzlichen Krise umgehen werde. Er müsse wissen, ob die Vereinigten Staaten ihre europäischen Partner tatsächlich verteidigen würden.
Um dies herauszufinden, könnte Russland auf digitale Angriffe, Desinformation und verdeckte Sabotageakte setzen. Diese aggressiven Schritte unterschreiten knapp die Schwelle, die eine vollständige militärische Reaktion auslösen würde.
Sprengstoff und Drohnen
Sicherheitsteams beobachten bereits seltsame und gefährliche Aktivitäten vor Ort. Tatsächlich deuten jüngste Ereignisse darauf hin, dass die Testphase bereits begonnen hat.
Behörden entdeckten kürzlich eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf einem Flughafen in Leipzig, Deutschland. Amerikanische Beamte glauben, diese Waffe stamme aus Russland.
Auch andere internationale Grenzen geraten unter Druck. Eine russische Rakete drang kürzlich in polnisches Territorium ein, und verdächtige Drohnen verletzten den Luftraum über Rumänien.
Europäische Staats- und Regierungschefs beobachten diese wachsende Sabotagewelle sehr genau. NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach Ende letzten Jahres eine deutliche Warnung aus.
Massive tägliche Verluste
„Wir sind Russlands nächstes Ziel und wir sind bereits in Gefahr“, sagte Rutte im Dezember. Er fügte hinzu, Moskau könnte innerhalb von fünf Jahren bereit sein, direkte militärische Gewalt gegen das Bündnis einzusetzen.
Diese verdeckten Provokationen erfolgen zu einer Zeit, in der die russische Armee in der Ukraine schwere Verluste erleidet. Die Schlachtfeldstatistiken zeichnen ein düsteres Bild.
CIA-Direktor John Ratcliffe erklärte kürzlich, dass ukrainische Streitkräfte künstliche Intelligenz zur Steuerung von Kampfdrohnen einsetzen. Die Technologie sei so effektiv, dass neu eingetroffene russische Rekruten innerhalb von nur 20 bis 30 Minuten nach Erreichen der Kampfzone getötet oder verwundet würden.
Amerikanische Beamte schätzen, Moskau verliere jeden Monat rund 30.000 Soldaten. Diese massive Verlustrate übersteige bei Weitem ihre Fähigkeit, sicher neue Truppen zu rekrutieren. Unterdessen seien die diplomatischen Bemühungen der USA, den Konflikt einzufrieren, ins Stocken geraten. Weder die CIA noch die NATO gaben einen offiziellen Kommentar zu dem CBS-News-Bericht ab.
Quellen: WP, CBS News, PAP