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Xi Jinping ignoriert Russland: Putins Siegesparade wird zur demütigend einsamen Angelegenheit

Xi Jinping ignoriert Russland: Putins Siegesparade wird zur demütigend einsamen Angelegenheit
Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Eine massive öffentliche Feier zu veranstalten, ist für einen Staatschef immer ein großes Wagnis.

Man poliert den Veranstaltungsort, versendet die Einladungen und wartet gespannt an der Haustür.

Doch manchmal entscheiden sich die wichtigsten Gäste einfach, zu Hause zu bleiben.

Eine einsame Tribüne

Der Kreml hat gerade sein wichtigstes jährliches Propagandaereignis der Saison abgeschlossen. Der russische Präsident Wladimir Putin nutzt die Militärparade am 9. Mai traditionell, um absolute Stärke zu demonstrieren und globale Partnerschaften zu feiern.

Dieses sorgfältig konstruierte Bild zerbrach dieses Jahr vollständig. Die anhaltende Invasion der Ukraine hat den diplomatischen Gesellschaftskalender in Moskau drastisch verändert, wodurch die Organisatoren um Relevanz ringen mussten.

Laut dem lettischen Nachrichtenportal LA.LV stand der russische Diktator fast völlig allein auf der Tribüne. Ausländische Staats- und Regierungschefs weigerten sich schlichtweg, ihre persönliche Marke mit dem martialischen Militärspektakel in Verbindung zu bringen.

Das Hauptereignis meiden

Einige Politiker pflegen weiterhin Arbeitsbeziehungen zu Moskau. Selbst sie hielten einen sehr sicheren Abstand zum Roten Platz, als der eigentliche Marsch am Donnerstag begann.

Der slowakische Premierminister Robert Fico besuchte die Stadt für bilaterale Gespräche, doch er weigerte sich ausdrücklich, der Militärschau beizuwohnen. Andere häufige Teilnehmer zogen sich gänzlich und stillschweigend von den Kameras zurück.

Die ukrainische Nachrichtenseite Dialog.ua bemerkte, dass der serbische Präsident Aleksandar Vučić letztes Jahr anwesend war, diesmal aber zu Hause blieb. Stattdessen sandte der serbische Staatschef eine standardmäßige Glückwunschbotschaft über diplomatische Kanäle.

Auch Ungarn mied die Parade vollständig. Offizielle in Budapest hielten ihre Vertreter weit entfernt von den politischen Auswirkungen der Kriegsfeierlichkeiten.

Der größte leere Stuhl

Die auffälligste Abwesenheit betraf Moskaus mächtigsten und wichtigsten internationalen Partner. Der chinesische Staatschef Xi Jinping stand bei den hochkarätigen Feierlichkeiten im Jahr 2025 im Mittelpunkt als wichtigster ausländischer Gast.

Dieses Jahr erwies sich die völlige Abwesenheit von Politikern aus Peking als zutiefst demütigend für den Kreml. Chinesische Offizielle ignorierten das hochkarätige Ereignis vollständig.

Die Organisation einer massiven Militärparade ohne die wichtigsten Verbündeten sendet eine sehr klare Botschaft an den Rest der Welt. Die diplomatische Isolation der russischen Regierung ist nun völlig unmöglich zu verbergen.

Quellen: LA.LV, Dialog.ua