Großer Autovermieter kehrt E-Autos den Rücken: Hertz setzt auf Verbrenner

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Hertz wechselt zurück zu Verbrennern.

Der US-Autovermieter Hertz hat angekündigt, insgesamt 20.000 Elektroautos zu verkaufen, was rund ein Drittel der E-Autos in seiner Flotte entspricht. 

Mit den Erlösen aus dem Verkauf plant das Unternehmen, neue Verbrenner-Modelle zu kaufen. Diese Entscheidung begründet Hertz vor allem mit hohen Kosten und einer veränderten Nachfrage, wie die Tagesschau berichtet. 

Experten wie Helena Wisbert vom Center of Automotive Research (CAR) sehen diese Entwicklung äußerst kritisch und als Rückschlag für den Hochlauf der Elektromobilität. 

Mietwagenfirmen gehören zu den Großabnehmern für Elektroautos und haben maßgeblich zu hohen Neuzulassungszahlen von Elektroautos in den Jahren 2022 und 2023 beigetragen.

Hertz war ein solcher Großabnehmer und hatte unter anderem Großbestellungen bei Tesla und Polestar aufgegeben. Die Entscheidung, die Elektroauto-Flotte zu reduzieren, wurde auch durch hohe Reparaturkosten beeinflusst. 

Der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos stellt ebenfalls einen Unsicherheitsfaktor dar. Im Gegensatz zu Hertz plant der deutsche Autovermieter Sixt, trotz der Schwierigkeiten, bis 2030 70 bis 90 Prozent seiner Flotte in Europa zu elektrifizieren.