Ist „Chronoworking“ auf dem Weg, der neueste Trend in der Arbeitswelt zu werden?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Wie Chronoworking Arbeitszeiten transformiert.

Die Arbeitswelt steht vor einem Paradigmenwechsel, getrieben von der Suche nach innovativen Modellen zur Steigerung der Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit. 

Eine dieser Innovationen ist das Konzept des Chronoworkings, das darauf abzielt, Arbeitszeiten an den individuellen zirkadianen Rhythmus und die produktivsten Stunden eines jeden anzupassen, anstatt am starren 9-bis-5-Modell festzuhalten. 

Dieser Ansatz, erstmalig erwähnt von der britischen Journalistin Ellen Scott, steht im Einklang mit der zunehmenden Diskussion um das Wohlbefinden am Arbeitsplatz, wie auf Forbes von David Morel berichtet.

Chronoworking berücksichtigt die natürlichen Energiehochs und -tiefs eines Menschen, um den Arbeitstag effektiver zu gestalten. 

Dieser Ansatz gewinnt besonders in einer globalisierten Arbeitswelt, in der Menschen über verschiedene Zeitzonen hinweg zusammenarbeiten, an Bedeutung. 

Flexibilität wird zum Schlüsselwort, um Produktivität zu maximieren, wobei bereits 44,9% der Unternehmen angeben, flexible oder gestaffelte Arbeitszeiten als wichtige Änderung in ihren Betriebsabläufen zu sehen.

Der Erfolg von Chronoworking könnte allerdings auch von der demografischen Zusammensetzung der Belegschaft abhängen. 

So zeigen Studien, dass es deutliche generationale Unterschiede in Bezug auf bevorzugte Arbeitszeiten gibt, mit einer Tendenz jüngerer Generationen zu unkonventionellen Arbeitszeiten. 

Doch obwohl Chronoworking als neuer Trend gehandelt wird, ist die Anpassung der Arbeitszeiten an persönliche Vorlieben und Produktivitätsmuster keine Neuheit.

Flexible Arbeitsmodelle, die sowohl die Wahl des Arbeitsortes als auch der Arbeitszeit umfassen, werden zunehmend wichtiger. 

Sie erfordern jedoch eine solide Grundlage und Infrastruktur, um sicherzustellen, dass die Produktivität gesteigert und nicht beeinträchtigt wird. 

Die Einführung von Chronoworking stellt somit einen spannenden Schritt in die Zukunft der Arbeitsgestaltung dar, dessen Potenzial und Herausforderungen noch weiter erforscht werden müssen.