Langzeitstillen: Vorurteile und soziale Hürden

Geschrieben von Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

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27/05/2024
Lifestyle
Foto: Shutterstock.com
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Mütter berichten von Kritik und Ausgrenzung.

Eine aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt die Herausforderungen und Vorurteile, denen Mütter begegnen, die ihre Kinder über den ersten Geburtstag hinaus stillen. 

Diese Mütter berichten häufig von negativen Reaktionen aus ihrem sozialen Umfeld. Zwischen dem ersten und zweiten Geburtstag des Kindes beginnt typischerweise die Missbilligung des Langzeitstillens. 

Frauen erzählten, dass sie offen dafür kritisiert wurden und dass Familienangehörige und Kollegen sie fragten, wann sie planten, abzustillen. 

Einige Mütter fühlten sich wie Ausgestoßene oder Außenseiterinnen, da ihre Entscheidung, weiterhin zu stillen, nicht als private Angelegenheit respektiert, sondern öffentlich diskutiert und hinter ihrem Rücken kommentiert wurde, so das Zeitmagazin.

Eine Teilnehmerin der Studie berichtete, dass ihre Familie ihr gegenüber zwar "recht nett" sei in Bezug auf das Stillen, aber alle hielten sie für verrückt. 

Diese negativen Erfahrungen führen dazu, dass viele Mütter heimlich stillen, um unangenehmen Gesprächen und Verurteilungen zu entgehen. 

Trotz dieser sozialen Hürden entscheiden sich viele Mütter bewusst für das Langzeitstillen, da sie von den gesundheitlichen und emotionalen Vorteilen für ihr Kind überzeugt sind.

Die Studie wirft ein Licht auf die gesellschaftlichen Erwartungen und Normen, die das Verhalten von Müttern beeinflussen, und fordert mehr Verständnis und Akzeptanz für individuelle Entscheidungen im Bereich der Mutterschaft. 

Langzeitstillen sollte als persönliche Entscheidung respektiert werden, die nicht öffentlich hinterfragt oder kritisiert werden sollte.