Stromzähler-Umrüstung: Kosten und Vorteile für Verbraucher

Geschrieben von Olivia Rosenberg

19 Wochen vor

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12/01/2024
Foto: Shutterstock
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Neue Ära der Stromversorgung.

Bis 2032 sollen in Deutschland flächendeckend intelligente, digitale Stromzähler, sogenannte Smart Meter, in Haushalten und Unternehmen zum Einsatz kommen. 

Dies ist im Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende festgelegt, das bereits im letzten Jahr verabschiedet wurde. Ab 2025 wird mit der Einführung der neuen Stromzähler begonnen. 

Wer möchte, kann ab dem nächsten Jahr einen Smart Meter vom Messstellenbetreiber erhalten. Nach einer Beauftragung hat dieser laut Gesetz vier Monate Zeit, den neuen Zähler zu installieren. 

Eine Einbaupflicht besteht ab einem Stromverbrauch über 6.000 kWh im Jahr, für Betreiber von Photovoltaikanlagen ab 7 kW installierter Leistung oder beim Einsatz steuerbarer Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen. 

Bis Ende 2025 müssen mindestens 20 Prozent, bis Ende 2028 mindestens 50 Prozent und bis Ende 2030 mindestens 95 Prozent dieser Fälle mit einem Smart Meter ausgestattet sein.

Smart Meter ermöglichen eine digitale Steuerung der Stromversorgung, was für ein klimaneutrales Energiesystem in Deutschland notwendig ist. 

Sie liefern genaue Informationen über den eigenen Stromverbrauch, da der Verbrauch alle 15 Minuten an den Messstellenbetreiber und den Stromlieferanten übermittelt wird. Nutzer können per App den aktuellen Verbrauch im Blick behalten. 

Ab 2025 müssen Stromversorger verpflichtend sogenannte dynamische Tarife anbieten, wodurch Haushalte sparen können, indem sie den Stromverbrauch in kostengünstigere Zeiten verlagern. 

Die Kosten für die Umrüstung auf einen Smart Meter betragen ab 20 Euro pro Jahr, wobei höhere Betriebskosten von bis zu 120 Euro abgerechnet werden können, wenn man steuerbare Verbrauchsgeräte wie Wärmepumpen betreibt, berichtet Chip.