Startseite Nachrichten 180 Geschäfte in Gefahr: Bekleidungsmarke steht kurz vor der Insolvenz

180 Geschäfte in Gefahr: Bekleidungsmarke steht kurz vor der Insolvenz

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Chris Light, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Seit mehr als einem Jahrhundert prägt sie die Outdoor-Mode.

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Die Sorgen um das Schicksal von Hunderten Filialen in ganz Nordamerika wachsen.

Die neuesten Entwicklungen haben Mitarbeiter und Kunden alarmiert.

Vorbereitungen auf Insolvenz

Der Outdoor-Bekleidungshändler Eddie Bauer bereitet sich Berichten zufolge auf einen möglichen Antrag auf Insolvenz nach Chapter 11 in den Vereinigten Staaten vor, wie von Business Insider zitierte Quellen berichten.

Eine mit Catalyst Brands verbundene Einheit, der Einzelhandelsgruppe, die Eddie Bauers nordamerikanische Filialen betreibt, soll voraussichtlich gerichtlichen Schutz beantragen, der es ermöglichen würde, die Finanzen umzustrukturieren, anstatt den Betrieb sofort einzustellen.

Sollte es zu dem Antrag kommen, könnte dies den Verkauf einiger oder aller der rund 180 Filialen des Unternehmens in den USA und Kanada ermöglichen.

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Was Chapter 11 bedeutet

Eine Insolvenz nach Chapter 11 ist ein Reorganisationsverfahren nach US-Recht, das Unternehmen erlaubt, weiterzuarbeiten, während sie einen Plan zur Rückzahlung ihrer Gläubiger ausarbeiten.

Unternehmen, die Chapter 11 beantragen, behalten in der Regel die Kontrolle über ihre Vermögenswerte als sogenannte „debtors in possession“, während sie unter gerichtlicher Aufsicht mit Kreditgebern und möglichen Käufern verhandeln.

Von Business Insider zitierte Quellen sagten, ein Antrag würde weder Eddie Bauers Produktion, Großhandel oder E-Commerce-Geschäft betreffen, noch das Einzelhandelsgeschäft außerhalb Nordamerikas, einschließlich Filialen in Japan.

Marke und Eigentümerstruktur

Eddie Bauer wurde 1920 in Seattle vom Outdoor-Enthusiasten Eddie Bauer gegründet und wurde bekannt durch die Entwicklung der gesteppten Daunenjacke namens „Skyliner“.

Heute verkauft Eddie Bauer eine breite Palette an Outdoor-Bekleidung, Reiseausrüstung und Gepäck.

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Die Marke gehört weltweit der Authentic Brands Group, die ihre Aktivitäten an regionale Partner lizenziert.

Interessierte Käufer könnten auf Teile des nordamerikanischen Filialnetzes bieten und dabei weiterhin den Namen Eddie Bauer von der Authentic Brands Group lizenzieren.

Breiterer Druck im Einzelhandel

Catalyst Brands, das auch Labels wie JCPenney, Nautica und Brooks Brothers betreibt, reagierte zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

Eddie Bauer hat bereits zuvor Insolvenzschutz beantragt, unter anderem 2003 und 2009 während früherer Krisen im Einzelhandel.

2021 übernahm die Authentic Brands Group das Label gemeinsam mit der SPARC Group, aus der später Catalyst Brands hervorging.

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Der mögliche Antrag kommt zu einer Zeit, in der traditionelle Einzelhändler in Nordamerika mit hohen Kosten, veränderten Konsumgewohnheiten und starkem Online-Wettbewerb zu kämpfen haben.

Quellen: Business Insider, Express