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Angst vor Mobilmachung treibt neue Welle von Russen nach Armenien – Mieten steigen deutlich

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Die Sorge vor einer möglichen neuen russischen Mobilmachung hat eine neue Welle des Interesses an einem Umzug nach Armenien ausgelöst und die Mieten in Jerewan in den vergangenen Monaten um rund 30 Prozent steigen lassen.

Die Nachfrage nach Mietwohnungen in der armenischen Hauptstadt ist stark gestiegen, da sich Russen Berichten zufolge auf eine mögliche neue Welle der militärischen Mobilmachung vorbereiten. Dadurch sind die Wohnungsmieten in Jerewan deutlich gestiegen.

Wie United24Media unter Berufung auf Verstka berichtet, sind die Mieten in Jerewan in den vergangenen drei Monaten um rund 30 Prozent gestiegen, da immer mehr Russen einen Umzug planen.

Nachfrage steigt stark

Immobilienmakler in Jerewan erklärten gegenüber Verstka, die Nachfrage habe inzwischen ein Niveau erreicht, das mit der Massenemigration nach Russlands Mobilmachungsankündigung im Jahr 2022 vergleichbar sei.

Ein Immobilienmakler sagte, rund 80 Prozent der potenziellen Mieter seien entweder erst kürzlich aus Russland angekommen oder planten, das Land zu verlassen. Er fügte hinzu, die Nachfrage sei „enorm“ und entspreche weitgehend dem Zustrom aus dem Jahr 2022.

Wie United24Media berichtet, planen viele Russen ihre Ausreise Ende August oder Anfang September. Wohnungsplattformen erhalten täglich Dutzende Anfragen von Einzelpersonen und Familien, die ihre Emigration vorbereiten.

Suchtrends

Dem Bericht zufolge deuten auch Online-Suchdaten auf ein wachsendes Interesse hin. Unter Berufung auf Yandex Wordstat berichtete Verstka, dass die Suchanfragen nach „Wohnungen in Jerewan“ in der Woche vom 13. bis 19. Juli rund 5.200 erreichten und damit die Werte unmittelbar nach Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine im Jahr 2022 übertrafen.

Auch Google Trends verzeichnete laut dem Bericht Mitte Juli einen deutlichen Anstieg der Suchanfragen, nachdem das Interesse im gesamten Vorjahr nahezu nicht vorhanden gewesen war.

Wie United24Media berichtet, gehört Armenien weiterhin zu den wichtigsten Zielländern für Russen, die ihr Land verlassen, da russische Staatsbürger mit ihrem Inlandspass einreisen können und in der Regel auf weniger Hürden beim Aufenthaltsrecht stoßen als in vielen anderen Ländern.

Sorge vor Mobilmachung

United24Media berichtete, dass der armenische Migrationsdienst zuvor mitgeteilt hatte, dass in den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 rund 786.000 Russen in das Land eingereist seien, von denen letztlich etwa 30.000 geblieben seien.

Die erneute Nachfrage kommt vor dem Hintergrund weiterer Berichte auf, wonach Russland möglicherweise eine weitere Mobilmachung vorbereitet. Wie United24Media berichtet, hat die Nationalgarde Rosgwardija Kriegs- und Mobilmachungsszenarien in ihre Zivilschutzvorschriften aufgenommen. Andere Berichte deuten darauf hin, dass der Kreml eine groß angelegte Einberufung im Herbst mit bis zu 1,2 Millionen Menschen in Erwägung ziehen könnte.

Quellen: United24Media, Verstka