Laut investigativen Journalisten könnte Putin dieselben Methoden einsetzen, die während der moldauischen Wahlen 2024 verwendet wurden.
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Behauptungen über ausländische Einflussnahme sind im Vorfeld der bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn aufgekommen und sorgen unter europäischen Beamten für Besorgnis.
Laut European Pravda, die sich auf eine Untersuchung des Projekts VSquare beruft, habe der russische Präsident Wladimir Putin eine Gruppe politischer Strategen und Militärgeheimdienstoffiziere angewiesen, die ungarische Wahl zu beeinflussen.
Der mutmaßliche Versuch soll auf die Abstimmung im April abzielen, bei der Ministerpräsident Viktor Orbán versucht, an der Macht zu bleiben.
Angebliche Wahloperation
Der Bericht von VSquare besagt, dass Putin Sergej Kirijenko, seinen ersten stellvertretenden Leiter der Präsidialverwaltung, mit der Aufsicht über Operationen im Zusammenhang mit Ungarn beauftragt habe.
VSquare-Ermittler behaupten zudem, Kirijenko habe zuvor eine zentrale Rolle in Russlands Einflusskampagne während der moldauischen Präsidentschaftswahl 2024 gespielt.
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Bewährte Methoden
Laut der Untersuchung habe Moskau in Moldau angeblich Netzwerke zum Stimmenkauf, Online-Trollfarmen und lokale Aktivisten eingesetzt, um die prowestliche Präsidentin Maia Sandu zu untergraben.
VSquare berichtet, dass nun eine vergleichbare Strategie für Ungarn vorbereitet werden könnte. Der Plan soll Vadim Titow einbeziehen, den Leiter der Direktion für strategische Partnerschaft und Zusammenarbeit der russischen Präsidialverwaltung.
Ermittler behaupten, mehrere Spezialisten für Manipulation in sozialen Medien könnten an der russischen Botschaft in Budapest stationiert werden. Drei Personen sollen bereits Diplomatenpässe erhalten haben, die ihnen ein gewisses Maß an Immunität verleihen würden.
Politischer Kontext
Der Bericht erklärt außerdem, dass Kirijenko Verbindungen zu einigen Organisatoren haben soll, die am Wahlkampf von Orbáns Partei Fidesz arbeiten.
VSquare-Journalisten merkten an, dass Orbáns häufige Kritik an der Ukraine den Informationsraum des Landes möglicherweise empfänglicher für prorussische Narrative machen könnte.
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Orbán, der seit 2010 in Ungarn an der Macht ist, liegt in den Umfragen vor den Wahlen im April zurück.
Quellen: European Pravda, Ukrainske Pravda, VSquare investigation