Burger King führt künstliche Intelligenz in seinen Restaurants ein – ein Schritt, der bereits für Diskussionen sorgt.
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Das Unternehmen erklärt, das neue Tool solle Mitarbeiter bei täglichen Aufgaben unterstützen – und zugleich überwachen, wie höflich sie mit Kunden sprechen.
KI in Headsets
Laut WPtech testet die US-Sparte von Burger King einen sprachbasierten KI-Chatbot namens Patty, der über die Headsets der Mitarbeiter läuft.
Das System ist nicht nur darauf ausgelegt, operative Fragen zu beantworten, sondern auch Aspekte des Kundenservices zu bewerten, darunter die „Höflichkeit“. Manager können Kennzahlen zur „Freundlichkeit“ der Mitarbeiter in ihren Filialen einsehen.
Burger King zufolge ist das Tool Teil einer umfassenderen Plattform namens BK Assistant, die auf Technologie von OpenAI basiert.
Höflichkeit messen
Der Assistent kann nach Unternehmensangaben Formulierungen wie „Willkommen bei Burger King“, „bitte“ und „danke“ erkennen. Die Daten sollen dazu beitragen, den Service zu standardisieren und Schulungen zu steuern.
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„Die Lösung ist als Schulungsinstrument gedacht“, sagte Thibault Roux, Chief Digital Officer von Burger King, gegenüber The Verge.
Er fügte hinzu, dass künftige Versionen möglicherweise auch die Tonlage analysieren könnten, wodurch die Bewertung von Kundeninteraktionen erweitert würde.
Operative Unterstützung
Neben der Erfassung von Höflichkeitsfloskeln kann Patty Fragen von Mitarbeitern zur Zubereitung von Speisen beantworten, etwa zu Mengenangaben von Zutaten für Menüpunkte. Zudem kann das System Anleitungen zur Reinigung von Geräten geben.
Durch die Integration in Kassensysteme können Manager zudem Warnmeldungen über niedrige Lagerbestände oder defekte Maschinen erhalten, was laut Unternehmen Fehler und Ausfallzeiten reduzieren könnte.
WPtech berichtete, das System werde derzeit in 500 Restaurants getestet, eine landesweite Einführung in den USA sei bis Ende 2026 geplant.
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Andere KI-Strategie
Der Ansatz von Burger King unterscheidet sich von dem anderer großer US-Fast-Food-Ketten, die ihre KI-Bemühungen auf die Automatisierung von Bestellungen im Drive-in konzentriert haben.
Unternehmen wie McDonald’s, Wendy’s und Taco Bell haben Systeme erprobt, die Bestellungen direkt von Kunden entgegennehmen, wobei menschliche Mitarbeiter bei Problemen eingreifen.
Im Vergleich dazu setzt Burger King KI in der Küche und am Tresen ein und kombiniert operative Unterstützung mit Serviceüberwachung.
Quellen: WPtech, The Verge