Militärische Stärke und Verteidigungsausgaben stehen erneut im Fokus, da Regierungen auf ein zunehmend instabiles Sicherheitsumfeld reagieren. Neue Ranglisten zeigen, welche Länder derzeit über die größten Streitkräfte der Welt verfügen, gemessen an Personalstärke und Budgets.
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Die Zahlen bieten eine Momentaufnahme davon, wie sich Staaten Mitte der 2020er-Jahre auf einen möglichen großflächigen Konflikt vorbereiten.
Messung militärischer Stärke
Nach Daten von Business Insider zu Truppenzahlen und Verteidigungsausgaben kombiniert das Ranking aktive Soldaten, Reservestreitkräfte und nationale Budgets. Zwar entspricht die bloße Größe nicht automatisch der Stärke auf dem Schlachtfeld, doch bleibt die Mannstärke ein zentraler Indikator militärischer Leistungsfähigkeit.
Mehrere Länder auf der Liste haben ihre Streitkräfte rasch ausgebaut – als Reaktion auf regionale Kriege, Grenzspannungen oder innere Sicherheitsprobleme.
Niedriger platzierte Schwergewichte
Vietnam belegt mit rund 450.000 aktiven Soldaten Platz 11. Business Insider berichtet, dass die Doktrin der „All-People Defence“ es dem Land ermöglicht, bei Bedarf auf Millionen von Reservisten zurückzugreifen.
Südkorea folgt mit etwa 500.000 aktiven Soldaten, gestützt durch eine große Reserve, die durch die Wehrpflicht entsteht. Äthiopien liegt knapp darüber und unterhält trotz vergleichsweise niedriger Verteidigungsausgaben mehr als 500.000 aktive Soldaten.
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Regionale Machtzentren
Iran und Pakistan verfügen jeweils über mehr als 600.000 aktive Soldaten. Business Insider zufolge umfassen Irans Streitkräfte sowohl die reguläre Armee als auch die Islamischen Revolutionsgarden, mit einem Schwerpunkt auf Drohnen und asymmetrischer Kriegsführung. Pakistans Militär wiederum bleibt sowohl für die nationale Verteidigung als auch für die innere Stabilität von zentraler Bedeutung.
Die Ukraine ist im Ranking rasch aufgestiegen und erreicht inzwischen rund 730.000 aktive Soldaten. Der Ausbau der Streitkräfte wurde durch den andauernden Krieg mit Russland sowie durch umfangreiche Reserven vorangetrieben.
Die Spitzenklasse
Russland verfügt inzwischen über deutlich mehr als eine Million aktive Soldaten, was die groß angelegte Mobilisierung seit der Invasion der Ukraine widerspiegelt. Nordkorea und die Vereinigten Staaten unterhalten jeweils rund 1,3 Millionen aktive Soldaten, wobei die US-Verteidigungsausgaben die jedes anderen Landes bei Weitem übersteigen.
Indien belegt weltweit den zweiten Platz mit nahezu 1,5 Millionen aktiven Soldaten, geprägt von langjährigen Grenzkonflikten und Modernisierungsbemühungen. China bleibt an der Spitze mit etwas mehr als zwei Millionen aktiven Soldaten und dem zweitgrößten Verteidigungsbudget der Welt, so Business Insider.
Eine umfassendere Warnung
Die Express weist darauf hin, dass jüngste Jahrestage im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg, darunter die Befreiung von Auschwitz, die Debatte darüber neu entfacht haben, ob die Welt die Lehren der Geschichte verinnerlicht hat.
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Zudem hebt das Medium die Doomsday Clock hervor, die nun auf 85 Sekunden vor Mitternacht steht – als Symbol für wachsende globale Risiken.
Zusammen deuten die Militärdaten und der weitere Kontext auf eine Welt hin, die zunehmend von der Vorbereitung auf Konflikte geprägt ist, statt von deren Verhinderung.
Quellen: Business Insider, The Express