Die zehnminütige Aufnahme zeigt, dass innerhalb der republikanischen Reihen nicht alles in Ordnung ist.
Gerade lesen andere
Erinnern Sie sich an den November 2025, als ein aus 28 Punkten bestehender Friedensplan, ausgearbeitet von Russland und den USA, durchgesickert ist?
Es war die US-Nachrichtenseite Axios, die die Geschichte erstmals in einem exklusiven Bericht über den vorgeschlagenen Friedensplan veröffentlichte.
Nun ist Axios ein weiterer Scoop gelungen – diesmal mit der Erkenntnis, dass innerhalb der republikanischen Partei in den USA nicht alles zum Besten steht.
Die zehnminütige Audioaufnahme
Laut Axios stammt die zehnminütige Aufnahme von einem privaten Treffen mit politischen Geldgebern.
Darin schildert der republikanische Senator Ted Cruz, dem Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2028 nachgesagt werden, wie er Donald Trump davor gewarnt habe, dass die Wirtschaftspolitik des Präsidenten die amerikanische Wirtschaft zerstören und zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führen könne.
Lesen Sie auch
Nach Angaben von Axios erinnert sich Cruz in der Aufnahme an ein Gespräch mit Trump und berichtet den Spendern, was er bei einem Austausch mit Trump Anfang bis Mitte 2025 gesagt habe – nach der Einführung umfassender Zölle durch den Präsidenten:
„Herr Präsident, wenn wir im November [2026] ankommen und die 401(k)-Rentenpläne der Menschen um 30 Prozent gesunken sind und die Preise im Supermarkt um 10 bis 20 Prozent gestiegen sind, dann gehen wir in den Wahltag und stehen vor einem Blutbad.“
Trump habe daraufhin, so Cruz, ihn beschimpft.
Der Wortwechsel war nie für die Öffentlichkeit bestimmt, bietet jedoch einen seltenen Einblick in die internen Spannungen innerhalb der republikanischen Partei.
Trumps „größter Verbündeter“
Laut Axios bezeichnete ein Sprecher von Cruz diesen als Trumps „größten Verbündeten im Senat“ und erklärte, der Senator aus Texas „kämpfe jeden Tag an vorderster Front, um die Agenda des Präsidenten voranzubringen“.
Lesen Sie auch
Dennoch berichtete POLITICO im Jahr 2025, dass Cruz nach der erneuten Amtsübernahme Donald Trumps wiederholt mit der republikanischen Parteilinie gebrochen habe – angeblich sehr zum Missfallen des Präsidenten.
Die Wirtschaft bleibt für amerikanische Wähler weiterhin ein zentrales Thema. Eine aktuelle Umfrage von New York Times/Ipsos zeigt, dass nur 34 Prozent der Amerikaner Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten billigen.
Das ist eine schlechte Nachricht für einen Präsidenten, der bei den anstehenden Zwischenwahlen im November 2026 die Kontrolle über sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat behalten will.
Quellen: Axios, The Guardian, POLITICO, New York Times