Startseite Nachrichten Experte warnt: Trumps Optionen schwinden, während Ölreserven sinken

Experte warnt: Trumps Optionen schwinden, während Ölreserven sinken

Mark Zandi
New America, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Globale Spannungen wirken sich oft direkt auf den Geldbeutel der Menschen aus.

Wenn internationale Konflikte die Schlagzeilen beherrschen, machen sich die Auswirkungen meist an der örtlichen Zapfsäule bemerkbar. Nun droht eine tickende Uhr, die amerikanische Wirtschaft an den Rand des Abgrunds zu drängen, wie Ziarre.com berichtet.

Eine knappe Frist

Donald Trump läuft die Zeit davon, ein schwer fassbares Friedensabkommen mit dem Iran zu sichern. Laut Business Insider warnte Mark Zandi, Chefökonom von Moody’s Corporation, der Präsident habe etwa eine Woche Zeit, um einen Waffenstillstand zu besiegeln. Falls die Frist verstreicht, könnten die Folgen schwerwiegend sein.

Die Einsätze sind für die alltäglichen Verbraucher unglaublich hoch. Der Iran drohte kürzlich, die Gespräche einzustellen und die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus zu blockieren. Die Ölpreise stiegen am Montag sofort um 7 Prozent, was tiefe Marktängste signalisierte.

In einem Interview mit Bloomberg betonte Zandi, eine schnelle Lösung sei entscheidend, um die Energiemärkte zu beruhigen. Ohne sie könnte die finanzielle Belastung leicht eine US-Rezession auslösen.

Risiken für eine fragile Wirtschaft

Der Schmerz an der Zapfsäule eskaliert bereits, wobei reguläres Benzin durchschnittlich 4,32 US-Dollar pro Gallone kostet. Gleichzeitig sind die föderalen Ölreserven auf 365 Millionen Barrel gesunken, ihren tiefsten Stand seit zwei Jahren.

„Es muss hier sehr schnell geschehen, in den nächsten ein, zwei, drei Tagen, nächste Woche oder so etwas“, warnte Zandi. „Darüber hinaus haben wir, denke ich, ein echtes Problem.“

Falls Rohöl die Marke von 125 US-Dollar pro Barrel überschreitet, könnte Benzin leicht eine schmerzhafte Fünf-Dollar-Schwelle pro Gallone durchbrechen. Über die Gefahr explodierender Treibstoffkosten sagte Zandi: „Wir würden auf 5 Dollar pro Gallone steigen“, und bemerkte: „Ich denke, das würde ausreichen, um eine ohnehin schon fragile Wirtschaft in eine Rezession zu stürzen.“

Optionen schwinden

Energieanalysten teilen diese düstere Einschätzung. Das Forschungsunternehmen HFI Research warnte auf Substack, die Optionen der Regierung schwänden stündlich dahin.

„Innerhalb von Stunden, innerhalb von Tagen laufen Trumps Optionen und Zeit davon“, schrieb das Unternehmen. Sie fügten hinzu, falls die Schifffahrtswege geschlossen blieben, „sei der globale Mindestbestand an Betriebsöl gesichert“.

Während die New York Federal Reserve die 12-monatige Rezessionswahrscheinlichkeit kürzlich auf 17 Prozent bezifferte, könnte eine längere Sommerblockade diese wirtschaftlichen Aussichten schnell verändern.

Quellen: Business Insider, Bloomberg, Ziarre.com