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Fußball-Weltmeisterschaft sieht sich mit einem weiteren ernsten Problem konfrontiert, da ein Team mit Spielabbruch droht

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The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

„Wir haben die FIFA informiert“, lautet die offizielle Ankündigung.

Die Aufmerksamkeit sollte sich eigentlich auf den Anstoß, die Vorhersagen für die Gruppenphase und die übliche Weltmeisterschaftsbegeisterung richten. Stattdessen ist eine weitere Kontroverse abseits des Spielfelds vor der Tür des Turniers gelandet, noch bevor der Iran sein Eröffnungsspiel bestritten hat.

Iranische Offizielle haben die FIFA gewarnt, dass Spiele der Nationalmannschaft abgebrochen werden könnten, falls bestimmte Proteste oder Demonstrationen während des Wettbewerbs in den Stadien stattfinden.

Iran zieht eine Grenze

Die Warnung kam vom iranischen Sportminister Ahmad Donyamali, der sagte, die Fußballbehörden des Landes hätten ihre Bedenken bereits der FIFA mitgeteilt.

Laut Reuters über iranische Medien lehnt Teheran die Zurschaustellung inoffizieller Flaggen und Gesänge ab, die sich während der Weltmeisterschaftsspiele gegen die Nationalmannschaft richten.

„Wir haben die FIFA darüber informiert, dass der Teammanager definitiv für den Spielabbruch verantwortlich sein wird, falls inoffizielle Flaggen mitgebracht oder Parolen gegen die Nationalmannschaft in den Stadien gerufen werden, in denen der Iran bei der Weltmeisterschaft spielt.“

Der Iran eröffnet seine Gruppe-G-Kampagne am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland. Später im Monat folgen Spiele gegen Belgien und Ägypten.

Politik verfolgt das Team weiterhin

Die iranische Nationalmannschaft war während der gesamten Vorbereitung auf das Turnier von politischen Kontroversen umgeben.

Anfang dieses Jahres versammelten sich Demonstranten vor dem FIFA-Kongress in Vancouver und forderten den Ausschluss des Iran von der Weltmeisterschaft. Kritiker argumentierten, das Team repräsentiere die Islamischen Revolutionsgarden und nicht die iranische Öffentlichkeit.

Diese Spannungen haben dem Turnier eine weitere Komplexitätsebene hinzugefügt, das bereits mit Sicherheitsbedenken, Reisebeschränkungen und geopolitischen Streitigkeiten mehrerer teilnehmender Nationen zu kämpfen hat.

Fokus auf das Ägypten-Spiel

Besondere Aufmerksamkeit hat sich auf das letzte Gruppenspiel des Iran gegen Ägypten in Seattle gerichtet.

Der iranische Fußballverband und sein ägyptisches Pendant haben die FIFA zuvor aufgefordert, LGBTQ+-Pride-bezogene Aktivitäten rund um das Spiel zu verhindern. Lokale Organisatoren hatten die Begegnung als „Pride Match“ im Rahmen der Pride-Wochenendfeierlichkeiten in Seattle bezeichnet.

Donyamali sagte, iranische Offizielle hätten Zusicherungen bezüglich der Veranstaltung erhalten.

„Uns wurde versichert, dass während des Spiels gegen Ägypten keine störenden Zwischenfälle im Stadion auftreten werden.“

Probleme jenseits des Spielfelds

Die Vorbereitungen des Iran waren nicht auf politische Streitigkeiten beschränkt.

Der Fußballverband des Landes sagte kürzlich, seine Zuteilung von Spieltickets sei kurz vor dem Turnier zurückgezogen worden, was Fans, die bereits Reisepläne gebucht hatten, ohne garantierten Zugang zu den Spielen zurückließ.

Währenddessen hat das Team in Tijuana, Mexiko, trainiert. Aufgrund aktueller Beschränkungen und anhaltender Spannungen zwischen Washington und Teheran haben die US-Behörden bestätigt, dass iranische Spieler nur kurz vor jedem geplanten Spiel die Einreise in die Vereinigten Staaten gestattet bekommen würden.

Da das Turnier kurz vor dem Beginn steht, hoffen die Organisatoren, dass sich der Fokus wieder auf den Fußball richten kann. Vorerst hat sich jedoch eine weitere Kontroverse in die wachsende Liste der Probleme eingereiht, die vor einem der größten Sportereignisse der Welt um Aufmerksamkeit buhlen.