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Gängiges Schmerzmittel mit möglichem Durchbruch in der Krebsprävention in Verbindung gebracht

Aspirin
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Ein gängiges Schmerzmittel, das in den meisten Haushalten zu finden ist, könnte über die Linderung von Kopfschmerzen hinaus unerwartete Vorteile haben.

Neue Forschungsergebnisse werfen ein Licht darauf, wie es helfen könnte, die Entstehung oder Ausbreitung bestimmter Krebsarten zu verhindern, berichtet die BBC.

Zunehmende Belege aus Studien

Langzeitstudien stärken die Annahme, dass Aspirin das Risiko für einige Krebsarten, insbesondere Darmkrebs, senken könnte.

Laut BBC haben klinische Studien mit Menschen mit Lynch-Syndrom, einer genetischen Erkrankung, die das Krebsrisiko erhöht, bedeutende Ergebnisse gezeigt.

Professor John Burn, der eine große Studie leitete, sagte, dass Patienten, die zwei Jahre lang Aspirin einnahmen, langfristig deutliche Vorteile hatten.

„Die Menschen, die zwei Jahre lang Aspirin einnahmen, hatten 50 % weniger Krebserkrankungen im Dickdarm“, sagte er.

Auswirkungen in der Praxis

Ein Teilnehmer, Nick James, nahm an der Studie teil, nachdem er erfahren hatte, dass er das mit dem Lynch-Syndrom verbundene Gen trägt.

Laut BBC nimmt er nun seit einem Jahrzehnt Aspirin ein, ohne an Krebs zu erkranken – trotz seines hohen persönlichen Risikos.

Die Ergebnisse haben bereits medizinische Leitlinien beeinflusst: In einigen Ländern wird niedrig dosiertes Aspirin für Hochrisikogruppen unter ärztlicher Aufsicht empfohlen.

Die BBC berichtete, dass Schweden auf Grundlage ähnlicher Forschung Screening- und Behandlungsmaßnahmen angepasst hat.

Wirkungsweise

Wissenschaftler beginnen zu verstehen, warum Aspirin offenbar diese schützende Wirkung hat.

„Dieses fantastische Medikament wirkt sowohl innerhalb der Zelle als auch außerhalb der Zelle“, sagte Professorin Anna Martling.

Laut BBC blockiert Aspirin Enzyme wie Cox-2, die mit Prozessen verbunden sind, die unkontrolliertes Zellwachstum auslösen können.

Andere Studien deuten darauf hin, dass es auch dem Immunsystem helfen könnte, Krebszellen effektiver zu erkennen und zu bekämpfen.

Weitere Forschung im Gange

Forscher untersuchen nun, ob sich die Vorteile auch auf andere Krebsarten erstrecken.

Laut BBC wird in einer großen internationalen Studie mit 11.000 Teilnehmern die Wirkung von Aspirin auf mehrere Krebsarten untersucht.

„Wir sind wirklich die Ersten, die die Rolle von Aspirin bei anderen Tumorarten erforschen“, sagte Professorin Ruth Langley.

Die Ergebnisse dieser Studien könnten zukünftige Behandlungsrichtlinien prägen.

Vorsicht bleibt geboten

Trotz vielversprechender Ergebnisse warnen Experten, dass Aspirin nicht für jeden geeignet ist.

Laut BBC können Nebenwirkungen Blutungen und Magenprobleme umfassen, weshalb die Anwendung sorgfältig überwacht werden muss.

„Sprechen Sie immer mit einem Arzt oder medizinischen Fachpersonal, bevor Sie mit der Einnahme von Aspirin beginnen“, sagte Langley.

Während das Potenzial des Medikaments weiter erforscht wird, betonen Wissenschaftler, dass noch mehr Belege erforderlich sind, bevor breitere Empfehlungen ausgesprochen werden können.

Quellen: BBC