Das moderne Leben hängt von unsichtbaren Netzwerken ab, die hoch über unseren Köpfen schweben.
Sollten diese Systeme jemals versagen, würde der Boden unter uns augenblicklich ins Chaos stürzen. Nun hat ein hochrangiger Militärkommandeur eine beunruhigende Warnung vor einer neuen Waffe ausgesprochen, die darauf abzielt, der modernen Welt den Stecker zu ziehen, wie das ukrainische Staatsmedium United24Media berichtet.
Gefahr im Orbit
Laut United24Media befürchtet Deutschlands ranghöchster Militär-Weltraumoffizier, dass Russland sich darauf vorbereiten könnte, Konflikte in den Weltraum zu verlagern. Generalmajor Michael Traut, der das Weltraumkommando der Bundeswehr leitet, äußerte seine Bedenken in einem kürzlich geführten Interview mit Politico.
Er warnte, dass Moskau Technologie entwickeln könnte, um eine Nuklearwaffe direkt in die Erdumlaufbahn zu bringen. Auf die Frage, ob dieses beängstigende Szenario tatsächlich eintreten könnte, nahm Traut kein Blatt vor den Mund.
„Ganz oben auf der Eskalationsleiter steht der Verdacht, dass Russland an Technologie arbeiten könnte, um einen nuklearen Sprengsatz in die Umlaufbahn zu bringen“, sagte Traut. Er fügte eine unmissverständliche Realitätsprüfung zur Bedrohung hinzu und erklärte: „Ich kann es nicht ausschließen.“
Ein stiller Blackout
Eine Explosion im Weltraum würde sich stark von einer nuklearen Explosion am Boden unterscheiden. Anstatt Gebäude zu zerstören, würde sie die Satelliten, die unser tägliches Leben steuern, stillschweigend lahmlegen. Kommunikationsnetzwerke, Bankensysteme und militärische Operationen könnten alle sofort zum Erliegen kommen.
Traut verwies auf die Geschichte, um zu verdeutlichen, wie verheerend der Schaden sein könnte. Politico berichtete, dass ein amerikanischer Höhenversuch aus dem Jahr 1962 namens Starfish Prime bewiesen habe, wie zerstörerisch solche Explosionen für Weltraumausrüstung sind.
Würde sich heute eine ähnliche Explosion ereignen, könnte sie in den folgenden Wochen ein Drittel aller Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn außer Gefecht setzen. Sie würde zudem eine massive Wolke aus Weltraumschrott erzeugen, die eine Kettenreaktion von Kollisionen auslöste.
Die Langzeitfolgen würden über Generationen hinweg bestehen bleiben. „Es ist durchaus möglich, dass bestimmte Orbitalhöhen über Jahrzehnte hinweg nicht mehr nutzbar wären“, sagte Traut gegenüber Politico.
Bedrohungen reichen tief
Weltraumrisiken sind still und leise über das Reich der Science-Fiction hinausgewachsen. Streitkräfte setzen bereits Werkzeuge wie Laserinterferenzen und regelmäßige GPS-Störungen ein, um die Sicherheit näher am Boden zu beeinträchtigen.
„Das beste Beispiel ist die GPS-Störung im baltischen Raum“, sagte Traut und merkte an, dass diese elektronischen Angriffe zivile Flüge und Schiffe aktiv bedrohen.
Die Gefahr besteht nicht nur am Himmel. Die deutschen Rundfunkanstalten WDR und NDR deckten kürzlich NATO-Geheimdienstinformationen über ein geheimes russisches Projekt namens Skif auf.
Der Bericht behauptet, Moskau wolle nuklearfähige Raketen auf dem Grund des Arktischen Ozeans verstecken. Diese Waffen würden still in Unterwassercontainern verweilen, bis sie per Fernsteuerung aktiviert würden, wodurch sie potenziell internationale Verträge umgehen könnten.
Quellen: United24Media, Politico, WDR, NDR