Startseite Nachrichten Geleakte Kreml-Nachrichten enthüllen beunruhigende Drohung gegen Europa: „Diese europäischen Hunde“

Geleakte Kreml-Nachrichten enthüllen beunruhigende Drohung gegen Europa: „Diese europäischen Hunde“

Vladimir putin
Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Brisantes Kreml-Leck: Russland beansprucht das Recht, Schiffe anzugreifen, die mit seinen Feinden in Verbindung stehen.

Die Konfrontation Russlands mit Europa könnte sich nicht nur auf Sanktionen, Diplomatie und die Schlachtfelder der Ukraine beschränken, wenn man den Äußerungen eines der engsten politischen Verbündeten Wladimir Putins Glauben schenken darf.

Durchgesickerte Telegram-Nachrichten, die angeblich den ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew betreffen, enthalten ein außergewöhnliches Argument für die Ausweitung der militärischen Operationen Moskaus gegen die Handelsschifffahrt, die mit Ländern verbunden ist, die der Kreml als Feinde betrachtet.

Medwedew, jetzt stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, soll die Möglichkeit erörtert haben, Schiffe auch außerhalb russischer Hoheitsgewässer anzugreifen. Wann genau die Nachrichten ausgetauscht wurden, bleibt unklar, während Putins Antwort nicht bekannt gegeben wurde.

Laut Express betrifft der gemeldete Austausch europäische Maßnahmen gegen Schiffe, die mit Russlands sogenannter Schattenflotte in Verbindung gebracht werden – einem Netzwerk, das Moskau genutzt hat, um Waren zu transportieren und internationale Sanktionen zu umgehen.

Medwedew reagierte laut dem durchgesickerten Material wütend auf die Beschlagnahmung von Schiffen, die Fracht im russischen Interesse transportierten.

„Diese europäischen Hunde haben kein Recht, Handelsschiffe festzuhalten, die unter nicht-russischer Flagge fahren, aber Fracht im Interesse Russlands transportieren“, schrieb Medwedew.

Sein Argument ging erheblich weiter, als nur die Festnahmen zu verurteilen.

Medwedew behauptete, Moskau könne Handelsschiffe feindlicher Länder als legitime Ziele betrachten, wenn die russischen Behörden ausreichenden Grund zu der Annahme hätten, dass sie Fracht transportierten, die einem Feind zugutekäme.

Solche Operationen, so deutete er an, müssten sich nicht notwendigerweise auf russische Gewässer beschränken.

Die Bedrohung reicht über das Schwarze Meer hinaus

Die westliche Handelsschifffahrt operiert häufig unter Flaggen von Ländern, die nicht die Heimatländer der Schiffe oder ihrer Eigner sind. Medwedew zitierte diese Praxis und argumentierte, dass Russland eine ähnliche Logik anwenden könnte, wenn es potenzielle Ziele identifiziert.

Laut dem ehemaligen Präsidenten seien russische Streitkräfte „in der Lage, ihre Operationen dramatisch über das Schwarze Meer hinaus auszudehnen!“

Eine Antwort Putins zu den gemeldeten Nachrichten wurde nicht öffentlich gemacht, wodurch unklar bleibt, ob der russische Präsident Medwedews Vorschlag unterstützte, ablehnte oder lediglich zur Kenntnis nahm.

Der Zeitpunkt der Offenlegung fällt dennoch in eine weitere Phase intensiver militärischer Aktivitäten rund um das Schwarze Meer.

Ukraine hält Druck auf russische Flotte aufrecht

Ukrainische Streitkräfte führten kürzlich eine groß angelegte nächtliche Operation gegen eine wichtige russische Marineanlage an der Schwarzmeerküste durch, so der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Kiew soll bei dem Angriff Schiffsabwehrraketen sowie Luft- und Seedrohnen eingesetzt haben.

Die Ukraine hat seit dem Start der umfassenden Invasion Russlands vor über vier Jahren stark in unbemannte Marinetechnologie investiert. Ukrainische Seedrohnen haben wiederholt russische Kriegsschiffe und Öltanker angegriffen und Moskau gezwungen, seine Betriebsweise der einst dominanten Schwarzmeerflotte zu überdenken.

Kiew gibt an, dass diese Angriffe die Bewegungsfreiheit der russischen Marine erheblich eingeschränkt haben.

Medwedews gemeldete Äußerungen würden einen wesentlich umfassenderen Vorschlag darstellen. Anstatt sich ausschließlich auf ukrainische Militärziele zu konzentrieren, erhöht sein Argument die Aussicht auf russische Maßnahmen gegen Handelsschiffe, die mit anderen Ländern in Verbindung stehen – was die maritime Konfrontation potenziell weit über die Gewässer hinaus ausdehnen könnte, in denen Russland und die Ukraine derzeit kämpfen.