Großbritannien und Polen haben ein neues Verteidigungsabkommen unterzeichnet, das die Sicherheitszusammenarbeit angesichts wachsender Sorgen über Russlands Verhalten und der Unsicherheit über die Zukunft der NATO stärken soll.
Der Krieg und Russlands Verhalten bilden nun die Grundlage für eine neue Partnerschaft zwischen Großbritannien und Polen.
Die beiden Premierminister, Großbritanniens Keir Starmer und Polens Donald Tusk, unterzeichneten am Mittwoch ein Abkommen zur Stärkung ihrer nationalen Sicherheit, berichtet Reuters.
Das Abkommen wird hauptsächlich durch Russlands Verhalten motiviert, aber auch durch Fragen über das zukünftige Engagement der Vereinigten Staaten in der NATO.
Europa rüstet auf
Nachdem Polen eine wichtige Rolle als zentrales Transitland für Militärhilfe an die Ukraine übernommen hat, ist das Land stärker Cyberangriffen und Spionage ausgesetzt.
Das neue Abkommen soll die Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Cybersicherheit, Grenzkontrollen und militärische Verteidigung stärken.
Das Abkommen dürfte insbesondere für Polen große Vorteile bringen. Neben der Sicherheitszusammenarbeit wollen die beiden Länder auch neue Waffensysteme entwickeln und die Luft- und Raketenabwehr stärken.
Das Abkommen ist eines der jüngsten, die Großbritannien unter der Führung von Keir Starmer mit anderen europäischen Ländern geschlossen hat, berichtet Reuters.
Neue Allianzen nach dem Brexit
Großbritannien hat zuvor die Zusammenarbeit mit anderen Ländern, darunter Deutschland und Frankreich, verstärkt – als Teil einer umfassenderen Sicherheitsstrategie nach dem Brexit.
Großbritannien war seit 1973 Mitglied der Europäischen Union, doch am 23. Juni 2016 stimmte eine Mehrheit der britischen Wähler in einem Referendum für den Austritt aus der EU.
Der Brexit-Prozess begann offiziell am 29. März 2017, als die britische Regierung das formelle Austrittsverfahren aus der EU einleitete.
Der Brexit wurde schließlich am 31. Januar 2020 nach mehreren Jahren politischer Verhandlungen und Debatten vollzogen, berichtet die BBC.
Quellen: Reuters, BBC