Die trilateralen Verhandlungen dauern an, doch wir sollten uns keine allzu großen Hoffnungen auf ein Ende des Krieges machen.
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US-, ukrainische und russische Vertreter blieben in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Verhandlungen vertieft.
Die Gespräche wurden hinter verschlossenen Türen fortgesetzt. Vertreter signalisierten Fortschritte im Prozess, nannten jedoch nur wenige Details zur inhaltlichen Substanz.
Die Verhandlungen werden heute, Donnerstag, 5. Februar, fortgesetzt, doch wir sollten uns keine Hoffnungen machen, dass sich die Parteien auf ein Abkommen einigen.
Zumindest nicht, wenn dieses hinter den russischen Forderungen zurückbleibt.
Westliche Truppen „kategorisch inakzeptabel“
Das Institute for the Study of War (ISW) stellt in seinem Lagebericht zum Krieg in der Ukraine vom 4. Februar fest, dass hochrangige russische Vertreter in dieser Woche öffentlich erneut harte Positionen bekräftigt haben:
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Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, jede Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine nach dem Krieg sei „kategorisch inakzeptabel“, und warnte, solche Kräfte würden als legitime militärische Ziele betrachtet.
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Russland werde den Krieg fortsetzen, bis Kyjiw „die entsprechenden Entscheidungen trifft“, was auf keinerlei Abkehr von den erklärten Zielen Moskaus hindeutet.
Der frühere ukrainische Abgeordnete Viktor Medwedtschuk, ein kremlnaher Verbündeter von Präsident Wladimir Putin, sagte, Hinweise auf westliche Truppenstationierungen machten die Verhandlungen zu einer „Sackgasse“, und betonte, Russland werde eine solche Truppe „niemals zulassen“.
ISW bewertet diese Aussagen als Teil der Kremlstrategie, das Narrativ im Voraus zu prägen, um eine spätere Ablehnung eines künftigen Friedensabkommens rechtfertigen zu können, das nicht seinen Bedingungen entspricht.
Die „Ursachen an der Wurzel“
ISW weist zudem darauf hin, dass Maria Sacharowa erklärte, eine Lösung des Krieges sei unmöglich, solange Russlands sogenannte „Ursachen an der Wurzel“ nicht berücksichtigt würden.
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Der Begriff „Ursachen an der Wurzel“ wird vom Kreml verwendet, um eine Reihe von Forderungen zu bezeichnen, darunter eine massive Reduzierung der ukrainischen Streitkräfte sowie der Austausch der ukrainischen Regierung durch eine prorussische.
Quellen: Institute for the Study of War (ISW), Russisches Außenministerium, RBC