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Nordkorea verhaftet Dutzende wegen des Ansehens eines K-Pop-Konzerts

Kim Jong Un North Korea
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Eine Verhaftungswelle hat Teile Nordkoreas wegen eines unerwarteten Vergehens erfasst.

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Nordkoreanische Sicherheitsbehörden haben laut Daily NK mehr als 50 Menschen festgenommen, weil sie Aufnahmen eines Konzerts des südkoreanischen Sängers Cho Yong-Pil angesehen hatten.

Die Festnahmen fanden zwischen dem 20. Dezember und dem 20. Januar in den nordöstlichen Städten Rason und Chongjin statt.

Unter den Festgenommenen sollen sich nicht nur Zivilisten, sondern auch mehrere Soldaten befunden haben.

Die Aufführung war ursprünglich am 6. Oktober während des Chuseok-Feiertags vom südkoreanischen öffentlich-rechtlichen Sender KBS ausgestrahlt worden.

Die Konzertaufnahmen gelangten über geschmuggelte Medien nach Nordkorea und wurden über USB-Sticks verbreitet. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen dazu aufgenommen, wie sich das Video verbreiten konnte.

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Wie sich das Video verbreitete

Nach Angaben einer von Daily NK zitierten Quelle erklärten die Festgenommenen, sie hätten die Aufnahmen über informelle Vertriebsnetze auf den Märkten erhalten.

Das Material sei von Personen weitergegeben worden, die sie persönlich nicht kannten.

„Die Festgenommenen sagten übereinstimmend aus, dass sie Aufnahmen in der Regel von unbekannten Personen über inoffizielle Vertriebsnetzwerke auf dem Markt erhielten“, sagte die Quelle dem Medium.

Die Ermittler konzentrieren sich nun darauf, die Schmuggelroute nachzuvollziehen und diejenigen zu identifizieren, die für die Verbreitung der Aufnahmen verantwortlich sind.

Warum sie glaubten, es sei erlaubt

Viele der Festgenommenen gaben Berichten zufolge an, sie hätten geglaubt, dass das Ansehen des Konzerts nicht bestraft werde.

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Mehrere erklärten, sie seien davon ausgegangen, dass die Aufnahmen erlaubt seien, da Cho Yong-Pil zuvor bereits in Pjöngjang aufgetreten war.

Zudem hätten sie angenommen, dass die regierende Partei den Menschen erlaube, seine Musik zu hören.

Einige der Festgenommenen sagten demnach, sie hätten die Aufführung angesehen, weil sie „dachten, es würde kein Problem geben“.

Während der Verhöre gaben mehrere Personen außerdem zu, auch andere ausländische Inhalte konsumiert zu haben.

Dazu gehörten südkoreanische Nachrichtensendungen sowie Videos zu internationalen Ereignissen, etwa zu politischen Entwicklungen in China und zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine.

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Quellen: Daily NK, O2