Ein sorgfältig inszenierter Auftritt im Weißen Haus nahm eine unangenehme Wendung, als eine unerwartete Frage den Fokus von seinem eigentlichen Zweck ablenkte. Der Wortwechsel erregte schnell online Aufmerksamkeit und überschattete die Botschaft des Tages.
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Was folgte, ließ die First Lady sichtlich darauf bedacht erscheinen, das Thema rasch hinter sich zu lassen.
Spannungen bei der Pressekonferenz
Melania Trump wirkte während einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Mittwoch verunsichert, nachdem sie zu Ghislaine Maxwell befragt worden war, berichtet The Express.
Die First Lady nahm an der Veranstaltung gemeinsam mit den ehemaligen Hamas-Geiseln Aviva und Keith Siegel teil, die der Trump-Regierung für ihre Rolle bei den Bemühungen um die Freilassung von Gefangenen dankten.
Als Journalisten eingeladen wurden, Fragen zu stellen, erkundigte sich ein Reporter bei Frau Trump nach Maxwell, der ehemaligen Vertrauten von Jeffrey Epstein, die derzeit eine 20-jährige Haftstrafe in einem Bundesgefängnis in Florida verbüßt.
Der Reporter fragte zudem, was ihrer Ansicht nach angesichts von Forderungen geschehen sollte, Maxwell in eine Hochsicherheitsanstalt zu verlegen.
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Während die Frage gestellt wurde, war aus der Nähe eine Stimme zu hören, die versuchte, dies zu unterbinden, indem sie wiederholt sagte: „Thank you, press“.
Schnelle Ablenkung
Melania Trump ging nicht auf den Inhalt der Frage ein, sondern lenkte die Aufmerksamkeit stattdessen auf den Zweck der Veranstaltung.
„Wir sind hier, um die Freilassung und das Leben dieser zwei außergewöhnlichen Menschen zu feiern. Lasst uns das würdigen“, sagte sie.
Die knappe Antwort schien darauf abzuzielen, das Thema zu beenden, und weitere Fragen zu Maxwell wurden nicht zugelassen.
Zweite unangenehme Szene
Darauf folgte eine weitere unangenehme Situation. Ein Reporter fragte die First Lady, ob es angemessen sei, „eine offizielle Veranstaltung im Weißen Haus zu nutzen, um Ihren Film zu bewerben“.
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„Das ist keine Werbung“, erwiderte Frau Trump. Trotz dieser Zurückweisung nahm sie während der Pressekonferenz mehrfach Bezug auf ihre kürzlich veröffentlichte Dokumentation.
Der Austausch verstärkte online den Eindruck, dass die Veranstaltung vom geplanten Ablauf abgewichen sei.
Erneute Aufmerksamkeit
Die Fragen kamen inmitten erneuter Aufmerksamkeit für Jeffrey Epstein nach der jüngsten Veröffentlichung von Millionen von mit dem Fall verbundenen Dokumenten. Der Name von Präsident Donald Trump taucht in einigen dieser Unterlagen auf, was zu neuerlicher Prüfung früherer sozialer Kontakte führte.
Alte Fotos, die die Trumps mit Epstein und Maxwell zeigen, sind erneut aufgetaucht, ebenso wie ein angeblicher E-Mail-Austausch aus dem Jahr 2002, an dem Melania Trump und Maxwell beteiligt gewesen sein sollen. Die Echtheit dieser E-Mails wurde bislang nicht unabhängig bestätigt.
Präsident Trump hat wiederholt erklärt, er habe den Kontakt zu Epstein im Jahr 2007 abgebrochen.
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Quellen: The Express