Die Trump-Regierung sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt, die den Zeitpunkt der Spende und des darauf folgenden Deals betreffen.
Es gibt zahlreiche Definitionen für den Begriff „Bestechung“.
Manchmal sind Geschäfte so undurchsichtig, dass es schwerfällt, die Zusammenhänge zu erkennen.
In diesem Fall gibt es eine merkwürdige Auseinandersetzung darüber, ob eine zeitlich passende Spende zur Vergabe eines Vertrags führte.
Eine millionenschwere Spende
Ein japanisches Technologieunternehmen spendete im Januar 2026 50 Millionen US-Dollar an Donald Trumps Präsidentenbibliothek.
Nur acht Wochen später gaben Beamte der Trump-Regierung grünes Licht für einen massiven Grundstücksleasingvertrag für das Unternehmen. Die Vereinbarung ermöglicht es SoftBank, das potenziell größte KI-Rechenzentrum der Welt zu errichten.
Der zeitliche Ablauf wurde bekannt, nachdem demokratische Abgeordnete in einem Schreiben Aufklärung über die Spende forderten und fragten, ob diese den nachfolgenden Deal beeinflusst habe.
Fragen zum Zeitpunkt
Abgeordnete argumentieren, die Vereinbarung habe dem Unternehmen geholfen, übliche regulatorische Hürden zu umgehen. Das Energieministerium verteidigte den Schritt und erklärte, das Projekt bringe Umweltsanierung und Wirtschaftswachstum in ein stillgelegtes Militärgebiet.
Der Zeitpunkt löste sofortige Kritik auf Capitol Hill aus. Senatorin Elizabeth Warren hinterfragte die Abfolge der Ereignisse.
„Sollen wir wirklich glauben, es sei Zufall, dass seine Regierung einen massiven Leasingvertrag für das Rechenzentrum von SoftBank ankündigte, nur zwei Monate nachdem SoftBank 50 Millionen US-Dollar an die Trump-Bibliothek gespendet hatte?“, sagte Warren in einer Erklärung. „Immer wieder scheint es, als stelle Trump Handschlag-Deals mit CEOs über das Wohl der Amerikaner.“
In ihrem Schreiben äußerte sich SoftBank nicht dazu, ob die Spende den Grundstücksleasingvertrag beeinflusst habe. Stattdessen merkte das Unternehmen an, die Gelder unterstützten den Bibliotheksbau in Miami und förderten die internationalen Beziehungen.
Umfassendere Finanzuntersuchung
SoftBank wurde 1981 in Tokio gegründet. Es handelt sich um eine Investmentgesellschaft, die sich inzwischen hauptsächlich auf KI-Technologie und Telekommunikation konzentriert.
Die Untersuchung erfolgt im Rahmen umfassenderer Ermittlungen gegen die Trump Library Foundation. Abgeordnete behaupten, über 21 Millionen US-Dollar aus Medienvergleichsvereinbarungen seien in jüngsten Einreichungen nicht ordnungsgemäß verbucht worden.
Ermittler hinterfragen zudem 400.000 US-Dollar, die an ungenannte Funktionäre der gemeinnützigen Organisation gezahlt wurden.