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Kanada schmiedet Anti-Trump-Allianz mit fast 40 verbündeten Staaten

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Länder auf der ganzen Welt bewerten ihre wirtschaftlichen Allianzen neu.

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Da die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump einen konfrontativeren Ansatz verfolgen, beginnen langjährige Partner, ihren eigenen Kurs einzuschlagen.

Nun entsteht eine neue Koalition, die das globale Handelssystem umgestalten könnte.

Eine neue Allianz

Fast 40 Länder, darunter die Europäische Union und Mitglieder des indopazifischen CPTPP-Blocks, arbeiten zusammen, um auf Veränderungen in der US-Handelspolitik zu reagieren.

Laut Politico, zitiert von Onet, wird die Initiative von dem kanadischen Premierminister Mark Carney geleitet, der Kanada als einen wichtigen Akteur bei den Bemühungen zur Stabilisierung des Welthandels positioniert.

Die Gruppe zielt darauf ab, entweder die Welthandelsorganisation zu reformieren oder, falls sich dies als unmöglich erweist, einen alternativen Rahmen zu schaffen.

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Handelssystem unter Druck

Die WTO (Welthandelsorganisation) steht seit einigen Jahren vor wachsenden Herausforderungen, insbesondere nachdem die Vereinigten Staaten ihr Streitbeilegungssystem blockiert und Zölle erhoben haben, die nach Ansicht von Kritikern ihre Regeln untergraben.

John Ferguson von Economist Impact sagte gegenüber Politico: „Ironischerweise ist es Donald Trump, der Mann, der die alte regelbasierte Ordnung in Brand gesteckt hat, der unwissentlich zum Katalysator für eine erneuerte, regelbasierte globale Handelsordnung werden könnte.“

Er fügte hinzu, dass das derzeitige System zwar schwächer werden mag, neue Abkommen zwischen großen Volkswirtschaften jedoch die Grundlage für eine widerstandsfähigere Struktur bilden könnten.

Die Gespräche zwischen der EU und den CPTPP-Ländern werden sich voraussichtlich auf Schlüsselbereiche wie digitalen Handel, Lieferketten und Investitionsregeln konzentrieren.

Diplomaten teilten Politico mit, dass eine gemeinsame Erklärung zur WTO-Reform vorbereitet werde, wobei die Diskussionen über ihren endgültigen Inhalt noch andauern.

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Europäische und indopazifische Beamte sagen, dass eine engere Zusammenarbeit notwendig sei, um ein regelbasiertes System aufrechtzuerhalten, insbesondere da ein Konsens innerhalb der WTO weiterhin schwierig sei.

Strategische Neuausrichtung

Kanada hat eine zentrale Rolle bei der Zusammenführung sogenannter Mittelmächte gespielt, um das anzugehen, was Beamte als Bruch im Welthandel bezeichnen.

Experten sagen, dass diese wachsende Zusammenarbeit eine breitere Verlagerung widerspiegelt, wobei die Länder versuchen, die Abhängigkeit von der US-Führung zu verringern.

„Es geht nicht darum, die WTO zu ersetzen, sondern darum, eine ergänzende Plattform zu schaffen“, sagte Vina Nadjibulla von der Asia Pacific Foundation of Canada.

Analysten sagen, dass ein erfolgreiches Abkommen zwischen diesen Volkswirtschaften den US-Einfluss auf den Welthandel schwächen könnte.

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Ferguson warnte, dass ein solcher Schritt „ein direkter Schlag gegen die Trump-Administration“ wäre.

Die Entwicklungen verdeutlichen eine zunehmend fragmentierte globale Landschaft, in der traditionelle Allianzen neu definiert werden.

Quellen: Politico, Onet.