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Kreml plant Einschränkungen für den Kontakt von Bürgern mit dem Ausland

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Russische Behörden erwägen neue Maßnahmen, die die Kommunikation der Bürger mit der Außenwelt weiter einschränken könnten. Die Vorschläge deuten auf strengere Kontrollen internationaler Kontakte und der Online-Aktivitäten hin.

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Sollten sie umgesetzt werden, würden die Änderungen einen weiteren Schritt zur Ausweitung staatlicher Kontrolle über Kommunikationswege darstellen.

Laut Ukrinform unter Berufung auf den Auslandsgeheimdienst der Ukraine (SZR) erwägen russische Behörden, eingehende internationale Anrufe aus bestimmten „unfreundlichen“ Ländern zu blockieren, sofern Nutzer nicht im Voraus ihre Zustimmung erteilen.

Die Pläne sehen zudem vor, solche Anrufe verpflichtend zu kennzeichnen, um Empfänger möglicherweise vor dem Annehmen zu warnen.

Zugriffsbeschränkungen

Einige Vorschläge gehen noch weiter und sehen eine automatische Blockierung internationaler Anrufe für ältere Nutzer vor.

Die Behörden argumentieren, solche Maßnahmen könnten schutzbedürftige Gruppen schützen, während Kritiker darin zusätzliche Einschränkungen der persönlichen Kommunikation sehen könnten.

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Gleichzeitig spiegeln die Maßnahmen breitere Bestrebungen wider, die Interaktion russischer Nutzer mit ausländischen Netzwerken zu regulieren.

Druck auf Nutzer im Ausland

Die gemeldeten Initiativen betreffen auch Russen, die außerhalb des Landes leben. Roskomnadsor soll empfehlen, in den Geräteeinstellungen russische Proxy-Server zu verwenden.

Dieser Ansatz könnte den Zugang zu Messaging-Plattformen verlangsamen und die Leistung globaler Dienste einschränken.

Parallel dazu erschweren bestehende Arbeitsgesetze die Arbeit aus dem Ausland, da Vorschriften verlangen, dass Beschäftigte offiziell einen Arbeitsplatz innerhalb Russlands angeben.

Ungleichmäßige Einschränkungen

Während für normale Bürger neue Beschränkungen erwogen werden, ist ein separater Gesetzesvorschlag für Amtsträger auf Widerstand gestoßen.

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Ein Plan, Abgeordneten und Staatsvertretern den Besitz von Immobilien im Ausland zu untersagen, erhielt eine negative Bewertung durch eine Regierungskommission.

Der Gesetzentwurf, der auf Risiken ausländischen Einflusses verwies, müsse „grundlegend überarbeitet“ werden, wodurch die Frage vorerst offen bleibt.

Breiterer Trend

Die gemeldeten Maßnahmen stehen im Einklang mit bereits beobachteten Einschränkungen in von Russland kontrollierten Gebieten.

Wie Ukrinform zuvor berichtete, wurde der Zugang zu westlichen sozialen Medien in besetzten ukrainischen Gebieten zunehmend eingeschränkt.

Zusammen deuten diese Entwicklungen auf eine fortschreitende Verschärfung der Kontrolle über Kommunikationskanäle und digitale Aktivitäten hin.

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Quellen: Ukrinform, SZR Ukraine