Startseite Nachrichten „Little-Rocket-Man“-Wiedersehen: Trump wirbt für Gipfeltreffen mit Kim Jong Un

„Little-Rocket-Man“-Wiedersehen: Trump wirbt für Gipfeltreffen mit Kim Jong Un

Donald Trump / Kim
Joey Sussman / Shutterstock

Donald Trump strebt während einer bevorstehenden Asienreise ein neues Gipfeltreffen mit Kim Jong Un an, um die direkten diplomatischen Gespräche über Nordkoreas wachsende Nuklearkapazitäten wiederaufzunehmen.

Donald Trump drängt seine Berater dazu, ein neues persönliches Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu organisieren.

Der Vorstoß zielt auf ein Treffen bereits im November ab. Laut dem Wall Street Journal, auf das sich Express bezieht, möchte der amerikanische Präsident während einer geplanten Asienreise mit Kim zusammenkommen.

Beamte deuten an, dass das Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft in Shenzhen als Kulisse dienen könnte.

Diese diplomatische Initiative signalisiert einen erneuten Versuch, frühere Ziele bezüglich Nordkoreas Nukleararsenal wiederzubeleben.

Ein Insider aus dem Weißen Haus merkte an, dass Trump hofft, den direkten Dialog bald wiederaufzunehmen.

Spannungen und frühere Begegnungen

Die Beziehungen zwischen den beiden Männern waren nicht immer herzlich. Im Jahr 2017 warnte Trump, dass Nordkorea „mit Feuer“ konfrontiert würde, und bezeichnete Kim öffentlich als „kleinen Raketenmann“.

Kim reagierte prompt, indem er Trump als „geistig verwirrten US-Greis“ bezeichnete und mit militärischen Aktionen drohte.

Später auf der UN-Generalversammlung erklärte Trump, dass der „Raketenmann auf einer Selbstmordmission“ sei.

Trotz der scharfen Beleidigungen trafen sich die beiden Führungspersönlichkeiten schließlich dreimal während Trumps erster Präsidentschaft.

Ihre erste Begegnung 2018 in Singapur führte zu einer breiten Vereinbarung über die Denuklearisierung.

Der Gipfel in Vietnam entwickelte sich zu einem Fehlschlag, da sich die Parteien laut dem Wall Street Journal überhaupt nicht darüber einig werden konnten, ob Sanktionserleichterungen an die Abrüstung gekoppelt werden sollten.

Strategische militärische Verschiebungen

Als Geste des guten Willens haben die USA gemeinsame Militärübungen mit Südkorea erheblich reduziert – eine Entscheidung, die Trump offen mit seiner guten persönlichen Beziehung zu Kim begründet hat.

Pjöngjang hat unterdessen eine Aufstockung seiner Nuklearkapazitäten angeordnet, um vermeintlichen Gegnern entgegenzuwirken.

Experten warnen, dass die Region instabil bleibt, während beide Seiten manövrieren. Ob es während der Asienreise im Herbst zu einem weiteren hochrangigen Treffen kommt, bleibt ungewiss.

Vorerst arbeiten Mitarbeiter im Stillen daran zu prüfen, ob sich die beiden Führungspersönlichkeiten noch einmal treffen können, berichtet das Wall Street Journal.

Eine wachsende nukleare Bedrohung?

Nordkoreas Nukleararsenal ist seit dem ersten Trump-Kim-Gipfel im Jahr 2018 erheblich gewachsen.

Nach Schätzungen des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) verfügt Nordkorea Anfang 2026 über etwa 60 Sprengköpfe sowie über genügend Spaltmaterial, um potenziell weitere herzustellen.

SIPRI weist jedoch darauf hin, dass hinsichtlich der Größe von Nordkoreas Arsenal erhebliche Unsicherheit besteht, da Pjöngjang keine Informationen über seine Kernwaffen offenlegt.

Diese Entwicklung könnte jeden erneuten Versuch, über eine Denuklearisierung zu verhandeln, erheblich erschweren im Vergleich zu 2018, als Nordkorea zustimmte, auf die vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel hinzuarbeiten.