Die Region war in der vergangenen Woche Ziel eines ukrainischen Luftangriffs.
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Ein Winter-Notstand entwickelt sich im Westen Russlands, während lokale Behörden hektisch versuchen, ein wachsendes Risiko für die öffentliche Gesundheit einzudämmen.
Angesichts fallender Temperaturen erklärten die Behörden, dass dringend Maßnahmen erforderlich seien, um besonders gefährdete Bewohner zu schützen.
Schritte seien bereits eingeleitet worden, doch die Lage bleibe instabil und Zeitpläne ungewiss.
Kalte Wohnungen
Regionale Beamte in Russlands Region Belgorod erklärten, Probleme in Energieanlagen hätten dazu geführt, dass große Teile der Stadt ohne Heizung geblieben seien. Nach russischen Medienberichten, auf die sich RBC-Ukraine beruft, gelang es den Reparaturarbeiten nicht, den Normalbetrieb wiederherzustellen, wodurch das System nahe an einen vollständigen Stillstand geraten sei.
Versorgungsunternehmen haben wegen der Kälte in 455 Wohngebäuden das Wasser aus den Heizungsnetzen abgelassen – eine Maßnahme, um zu verhindern, dass Rohre einfrieren und bersten.
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In sozialen Medien kursierende Videos zeigen, wie Wasser direkt in Treppenhäuser von Wohnblocks abgelassen wird, was das Ausmaß der Störungen verdeutlicht.
Ziel ukrainischer Angriffe
Die Oblast Belgorod hat rund 1,5 Millionen Einwohner. Sie grenzt an die Ukraine und liegt weniger als 75 Kilometer (45 Meilen) von der ukrainischen Stadt Charkiw entfernt.
Am 4. Februar 2026 war die Region Belgorod Ziel ukrainischer Luftangriffe. Laut der Moscow Times legten die Angriffe die Stromversorgung in der Region zum zweiten Mal innerhalb eines Monats lahm und ließen Tausende ohne Heizung, Wasser oder Strom zurück.
Unklar ist, ob die Massenevakuierung in Zusammenhang mit den Angriffen steht.
Schulen und Kliniken betroffen
Der Heizungsausfall hat auch grundlegende Dienstleistungen beeinträchtigt. Regionale Behörden berichteten, dass in 25 Kindergärten, 17 Schulen, neun medizinischen Kliniken und vier Hochschulen die Wärmeversorgung unterbrochen wurde.
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Beamte warnten, dass der fehlende Heizbetrieb in sozialen Einrichtungen die Risiken für Kinder, Patienten und ältere Bewohner erhöhe, insbesondere bei anhaltenden Minusgraden.
Die Situation hat Sorgen um Sicherheit und die Aufrechterhaltung der Versorgung ausgelöst, da einige Einrichtungen nicht normal arbeiten können.
Evakuierungspläne ausgeweitet
Als Reaktion darauf haben die Behörden begonnen, Bewohner in andere Teile Russlands zu verlegen. Russische Medien berichteten, dass das Programm vorrangig schulpflichtige Kinder, Großfamilien, Familien mit Kindern mit Behinderungen sowie allein lebende ältere Menschen berücksichtigt.
Offizielle Stellen begründeten die vorübergehende Evakuierung mit der Gefahr eingefrorener Leitungen und der Schwierigkeit, die Wärmeversorgung rasch wiederherzustellen. Ein konkreter Zeitrahmen für eine mögliche Rückkehr der Bewohner wurde nicht genannt.
Regionale Verwaltungen erklärten, die Lage werde weiterhin überwacht, räumten jedoch ein, dass die Evakuierung derzeit die wichtigste Option zur Verringerung gesundheitlicher Risiken sei.
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Quellen: Russische Regionalbehörden, russische Medienberichte, RBC-Ukraine, DistanceFromTo.net