Was zunächst als tödlicher Wanderunfall des Mango-Gründers Isak Andic galt, wird inzwischen als möglicher Mord untersucht – mit seinem Sohn im Zentrum der Ermittlungen.
Jonathan Andic, der Sohn des Mango-Gründers Isak Andic, wurde von einem Gericht in Martorell gegen eine Kaution von einer Million Euro freigelassen.
Sein Vater, Isak Andic, starb im Jahr 2024 während einer Wanderung in den Montserrat-Bergen im Dezember desselben Jahres. Zum damaligen Zeitpunkt wurde der Vorfall als Unfall eingestuft.
Der Fall wurde kürzlich wieder aufgenommen und wird nun als Tötungsdelikt untersucht. Mehrere Aspekte des Vorfalls werden daher genauer überprüft, berichtet EL PAÍS.
Ermittlungen nehmen dramatische Wendung
Isak Andic gründete das Bekleidungsunternehmen im Jahr 1984, das sich später zu einem globalen Modekonzern entwickelte. Laut CNN verfügte Isak Andic Berichten zufolge über ein Vermögen von 3,8 Milliarden Euro.
Isak Andic starb im Alter von 71 Jahren, nachdem er während der Wanderung mit seinem Sohn angeblich abgestürzt war. Der Sturz soll mehr als 100 Meter tief gewesen sein, und er wurde noch am Unfallort für tot erklärt, berichtet EL PAÍS.
Jonathan Andic, der sich am Unglücksort allein mit seinem Vater befand, wurde vom Gericht angewiesen, seinen Reisepass abzugeben und während des laufenden Verfahrens in Spanien zu bleiben. Zudem muss er sich wöchentlich bei den Behörden melden.
Die Ermittler konzentrieren sich derzeit auf Jonathan Andic als Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Tod seines Vaters, da der Richter mögliche finanzielle Motive vermutet.
Familie weist Verdacht zurück
Die Ermittler sollen sich insbesondere auf Jonathan Andics frühere Besuche in der Bergregion konzentriert haben, basierend auf Analysen seiner Mobiltelefondaten.
Die Polizei verwies außerdem auf angeblich widersprüchliche Aussagen von Jonathan Andic. Auch die internen Familienverhältnisse werden daher im Rahmen der Ermittlungen untersucht.
Die Familie betont weiterhin, dass Jonathan Andic unschuldig sei. Auch der Verteidiger Cristóbal Martell äußerte scharfe Kritik an den Vorwürfen und bezeichnete sie als unbegründet.
Die Ermittlungen dauern an, während das Gericht die von der Polizei gesammelten Beweise prüft, berichtet EL PAÍS.
Quellen: EL PAÍS, CNN