Der grönländische Ministerpräsident sagte gestern, dass Grönland sich für Dänemark entscheidet.
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Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen die Idee, Grönland könne Teil der USA werden, klar zurück.
„Wenn wir uns hier und jetzt zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark entscheiden müssen, entscheiden wir uns für Dänemark“, sagte er laut BBC.
Doch was Grönland wählt, ist das eine – was Donald Trump will, ist etwas anderes.
Und wenn man einem hochrangigen US-Vertreter Glauben schenkt, könnte sich in Grönland in naher Zukunft durchaus etwas tun.
Wochen oder Monate
In einem Interview mit USA TODAY sagte Thomas Dans, der als Trumps Arktis-Beauftragter fungiert, das Ziel des Präsidenten, Grönland zu annektieren, verliere nicht an Bedeutung.
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Er deutete an, dass Maßnahmen der USA innerhalb von „Wochen oder Monaten“ erfolgen könnten.
Dans gilt als zentraler Befürworter des Grönland-Vorhabens. Nach Angaben von USA TODAY beschäftigt er sich seit 2020 mit dem Thema und hat dazu beigetragen, es auf der Agenda der Regierung zu halten.
„Das ist eine Bahnstrecke mit mehreren Haltestellen“, sagte Dans in dem Interview. „Die Dinge könnten im Eiltempo vorangehen, die lokalen Halte überspringen und direkt zum Hauptbahnhof fahren. Dorthin will Präsident Trump es bewegen – mit hoher Geschwindigkeit.“
Langer Weg
Die Idee, Grönland zu erwerben, wurde Trump erstmals von dem Milliardär und ehemaligen Diplomaten Ronald Lauder vorgetragen, berichtete USA TODAY. Das Konzept ist im Zuge des wachsenden strategischen Interesses an der Arktis immer wieder aufgegriffen worden.
Dans sagte, er rechne eher früher als später mit Anzeichen für Fortschritte bei Gesprächen oder einem möglichen Rahmen. Zugleich warnte er jedoch, dass der Abschluss eines solchen Erwerbs vermutlich deutlich länger dauern würde als die ersten Schritte.
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Quellen: USA TODAY, BBC, Reuters, dänisches TV 2, Dänischer Rundfunk (DR)