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Melania-dokumentation startet mit schwachen ticketverkäufen

Melania Trump
Joey Sussman / Shutterstock

Ein neuer Film über die First Lady der USA kommt in dieser Woche weltweit in die Kinos.

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Trotz intensiver Werbung und einer prominent besetzten Premiere deuten erste Anzeichen darauf hin, dass das Publikum zögert. Kommentatoren sagen, die Reaktionen spiegelten tiefere politische Spaltungen wider.

Verhaltener Start

Der Dokumentarfilm Melania feiert am Freitag internationale Premiere und begleitet Melania Trump in den letzten 20 Tagen vor der zweiten Amtseinführung von Donald Trump, berichtet DR News.

Donald Trump bewarb den Film auf seiner Plattform Truth Social, bezeichnete ihn als „UNBEDINGT ANSEHEN“ und forderte seine Anhänger auf, schnell Tickets zu kaufen. Erste Ticketverkäufe deuten jedoch auf eine begrenzte Nachfrage hin.

Das US-Magazin Wired überprüfte fast 1.400 für Freitag angesetzte Vorführungen und stellte fest, dass nur zwei ausverkauft waren – beide fanden vor dem frühen Nachmittag in Florida und Missouri statt.

Gemischte Resonanz

Der Film wurde am Donnerstag in Washington, D.C., uraufgeführt, wobei Donald Trump anwesend war. Andernorts blieb der Andrang jedoch überschaubar.

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Der Guardian berichtete, dass für die erste Vorführung in einem Kino im Londoner Stadtteil Islington Anfang der Woche lediglich ein Ticket verkauft wurde. Zwar wurden inzwischen weitere Karten abgesetzt, doch keiner der kleinen Säle mit 25 bis 50 Sitzplätzen ist ausverkauft.

Hoher Preis

Die verhaltene Resonanz ist angesichts des Investitionsumfangs bemerkenswert. Amazon MGM Studios erwarb die Dokumentation für 40 Millionen US-Dollar und gab laut The New York Times weitere 35 Millionen US-Dollar für das Marketing aus.

Boxoffice Pro schätzt, dass der Film am Eröffnungswochenende zwischen 2 und 5 Millionen US-Dollar einspielen wird. Mehrere von DR News zitierte Analysten sagen, die Aufnahme des Films sei durch seine Politisierung geprägt worden.

Kontrolle und Kritik

Die Aufmerksamkeit richtet sich auch auf Regisseur Brett Ratner, der seit 2017 keinen Film mehr veröffentlicht hat, nachdem ihm sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden waren. Er bestritt die Vorwürfe und wurde nie angeklagt.

Quellen: DR News, Wired, The Guardian, The New York Times, Boxoffice Pro

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