Papst Leo ist eingeladen worden, an einer neuen internationalen Initiative teilzunehmen, die von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufen wurde.
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Der Vorschlag, der als „Board of Peace“ bezeichnet wird, soll große globale Konflikte angehen, berichtet Reuters.
Einladung wird geprüft
Kardinal Pietro Parolin, der vatikanische Staatssekretär, bestätigte am Mittwoch, dass der Papst eine Einladung erhalten habe, dem Gremium beizutreten.
„Der Papst hat eine Einladung erhalten, und wir prüfen, was zu tun ist“, sagte Parolin vor Reportern in der Vatikanstadt.
„Ich denke, es ist etwas, das eine gewisse Zeit der Überlegung erfordert, bevor wir eine Antwort geben.“
Laut Reuters konzentrierte sich die Initiative zunächst auf Bemühungen zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen, wurde jedoch inzwischen von Trump als breiter angelegter Mechanismus zur Lösung von Konflikten weltweit dargestellt.
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Gemischte Reaktionen
Einige Regierungen, darunter Israel und Ägypten, haben die Einladung angenommen, berichtete Reuters. Andere reagierten zurückhaltender; Diplomaten warnten, die Initiative könne bestehende, von den Vereinten Nationen geführte Prozesse verkomplizieren oder untergraben.
Das vatikanische Presseamt reagierte zunächst nicht auf Anfragen nach weiteren Stellungnahmen zu Parolins Äußerungen.
Papst Leo, der im vergangenen Mai als erster amerikanischer Pontifex gewählt wurde, hat sich mitunter kritisch zu bestimmten politischen Maßnahmen der Trump-Regierung geäußert. Seit seinem Amtsantritt verfolgt er nach Einschätzung von Beobachtern einen festen, jedoch zurückhaltenden diplomatischen Kurs.
Vatikandiplomatie
Der Papst hat wiederholt über die humanitäre Lage im Gazastreifen gesprochen, unter anderem in einer Predigt am Heiligabend, in der er die Bedingungen, denen Palästinenser ausgesetzt sind, deutlich kritisierte.
Als Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken nimmt Leo in der Regel nicht an formellen internationalen Gremien oder politischen Zusammenschlüssen teil.
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Der Heilige Stuhl unterhält einen seit Langem etablierten diplomatischen Dienst und besitzt bei den Vereinten Nationen einen ständigen Beobachterstatus, wo er sich häufig an Debatten und Friedensinitiativen beteiligt.
Quellen: Reuters