Startseite Nachrichten Pentagon öffnet UFO-Archiv erneut: Neue Sichtungen werden öffentlich zugänglich

Pentagon öffnet UFO-Archiv erneut: Neue Sichtungen werden öffentlich zugänglich

Supposed ufo
George Stock derivative work: thumperward, Public domain, via Wikimedia Commons

Die jüngste Veröffentlichung fügt einem seit Langem bestehenden Regierungsarchiv neues Material hinzu. Die Behörden beschreiben ungelöste Fälle, nicht bestätigte Erklärungen.

Das Pentagon hat ein weiteres Paket von UFO-Unterlagen veröffentlicht und Videos, Bilder, Audioaufnahmen sowie Behördenakten zu einem öffentlichen Archiv hinzugefügt, das von US-Behörden geprüft wurde, berichtet NBC News.

US-Behörden verwenden häufig den Begriff UAP (Unidentified Anomalous Phenomena, nicht identifizierte anomale Phänomene) für Sichtungen, die sich nicht rasch als Flugzeuge, Drohnen, Wetterphänomene oder andere bekannte Aktivitäten einordnen lassen.

Die Veröffentlichung ist von Bedeutung, weil sie zeigt, wie ernsthaft Teile der Regierung solche Berichte über Jahrzehnte hinweg dokumentiert haben. Gleichzeitig verdeutlicht sie die Grenzen dessen, was sich anhand dieser Unterlagen tatsächlich belegen lässt.

Fälle reichen über mehrere Kontinente

NBC News berichtet, dass das neu veröffentlichte Material Akten aus den 1940er-Jahren bis zum Jahr 2026 umfasst, darunter Berichte aus den Vereinigten Staaten und anderen Ländern.

Laut CBS News zeigen mehrere der jüngsten Videos kugelförmige Lichter, die von Zeugen im Nordosten der USA aufgezeichnet wurden.

In einem Bericht einer Strafverfolgungsbehörde aus dem Westen der USA aus dem Jahr 2023 wurde die Frage gestellt: „Sehen Sie das auch?“

RBC Ukraine berichtet über einen Fall aus dem Jahr 2022 in Colorado nahe Fort Carson, bei dem Angehörige des Militärs angaben, ein blasses, unregelmäßig geformtes Objekt über dem Cheyenne Mountain gesehen zu haben.

Ungelöst bedeutet nicht außerirdisch

Ermittler prüften laut CBS News, ob reflektiertes Sonnenlicht auf Schnee und Wolken die Sichtung in Colorado erklären könnte, doch der Fall wurde nicht abgeschlossen.

Diese Unterscheidung ist zentral für die Veröffentlichung. Ein ungelöster Fall bedeutet, dass den Behörden nicht genügend Beweise für eine eindeutige Schlussfolgerung vorliegen. Es bedeutet nicht, dass das Objekt außerirdischen Ursprungs war.

Die Akten enthalten auch älteres Material der CIA. NBC News schreibt, dass ein Beratungsgremium in den 1950er-Jahren zu dem Schluss kam, dass „fliegende Untertassen“ keine unmittelbare physische Bedrohung darstellten, und eine „Politik der Entzauberung“ empfahl, um die öffentliche Besorgnis zu verringern.

Das Archiv wächst, Antworten bleiben aus

Ein weiterer historischer Bericht beschreibt eine Sichtung aus dem Jahr 2008 nahe dem Harare International Airport in Simbabwe, bei der Zeugen von einem scheibenförmigen Objekt und „Strahlen“ berichteten.

Die jüngsten Veröffentlichungen folgen auf eine Anordnung von Präsident Donald Trump, mehr UFO-bezogenes Regierungsmaterial öffentlich zugänglich zu machen.

Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete die Initiative als ein „aufrichtiges Bekenntnis zu beispielloser Transparenz“, berichtet CBS News.

Für Forscher bieten die Akten neue Ansatzpunkte. Für Gläubige könnten sie den Verdacht weiter verstärken. Die offizielle Dokumentation weist jedoch weiterhin auf Unsicherheit hin – nicht auf Beweise.

Quellen: CBS News, NBC News, RBC Ukraine.