Polen hat angeboten, eine „kleine Stadt“ für dauerhafte US-Truppen zu bauen, während Warschau Klarheit über Washingtons militärische Verpflichtungen in Europa sucht.
Polen hat vorgeschlagen, umfangreiche neue Infrastruktur zu errichten, um dauerhaft amerikanische Truppen aufzunehmen, während die Unsicherheit über zukünftige US-Militärstationierungen in Europa wächst.
Das Angebot folgt auf Verwirrung infolge von Änderungen geplanter Truppenrotationen unter der Trump-Regierung.
Polnischer Vorschlag
Laut Digi24 unter Berufung auf TVP World und The Washington Times bot Polen an, Einrichtungen zu bauen, die eine langfristige amerikanische Militärpräsenz unterstützen könnten.
Der stellvertretende Verteidigungsminister Paweł Zalewski erklärte, das Projekt werde Unterkünfte und Dienstleistungen für Soldaten und deren Familien umfassen.
„Wir werden eine kleine Stadt mit vollständig autonomer Infrastruktur für diese dauerhafte Präsenz bauen müssen“, sagte Zalewski.
„Wir sind bereit, das zu tun“, fügte er hinzu.
Verwirrung um Truppen
Der Vorschlag folgte auf Unsicherheit, nachdem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Berichten zufolge eine geplante Rotation von 4.000 amerikanischen Soldaten abgesagt hatte.
Laut Digi24 machte Präsident Donald Trump die Entscheidung später rückgängig und kündigte Pläne an, zusätzliche 5.000 Soldaten nach Polen zu entsenden.
Die plötzlichen politischen Änderungen sorgten Berichten zufolge bei NATO-Verbündeten und amerikanischen Gesetzgebern für Besorgnis.
Zalewski erklärte, Warschau habe von Washington Klarstellungen über zukünftige amerikanische Militärverpflichtungen in der Region verlangt.
Sorgen innerhalb der NATO
„Wir konzentrierten uns darauf, die Situation zu klären, weil wir verwirrt waren“, sagte Zalewski gegenüber The Washington Times.
Er erklärte, die Gespräche zwischen den beiden Verbündeten würden voraussichtlich mehrere Wochen andauern.
Polen beherbergt derzeit rund 10.000 amerikanische Soldaten als Teil der breiteren US-Militärpräsenz in Europa.
Das Land ist seit Russlands Invasion der Ukraine zu einem der wichtigsten Staaten an der NATO-Ostflanke geworden.
Europas Sicherheitsrolle
Trump hat wiederholt argumentiert, europäische NATO-Mitglieder sollten größere Verantwortung für ihre eigene Verteidigung übernehmen.
Laut Digi24 hatte der US-Präsident europäische Verbündete zuvor dafür kritisiert, sich zu stark auf die militärische Unterstützung Washingtons zu verlassen.
Trotz der Sorgen über Truppenbewegungen erklärte Zalewski, amerikanische Beamte hätten Polen versichert, dass die Verpflichtungen der USA gegenüber dem Land nicht geschwächt würden.
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund breiterer Debatten über die Einsatzbereitschaft der NATO und die langfristige US-Militärstrategie in Europa statt.
Quellen: Digi24, TVP World, The Washington Times