Nach einem Drohnenangriff nahe dem Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten wachsen die Fragen weiter. Der Angriff löste ein Feuer aus, verursachte jedoch Berichten zufolge weder Strahlungslecks noch Verletzte.
Nach einem Drohnenangriff nahe dem Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten wachsen die Fragen weiter. Der Angriff löste ein Feuer aus, verursachte jedoch Berichten zufolge weder Strahlungslecks noch Verletzte.
Laut Euronews erklärten emiratische Behörden, die Drohne sei „aus Richtung der westlichen Grenze“ in das Land eingedrungen. Eine direkte Beschuldigung Irans vermieden die Behörden jedoch.
Angriff wird untersucht
Der Angriff soll ein Feuer in einem elektrischen Generator innerhalb des Geländes der Barakah-Atomanlage ausgelöst haben.
Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate bezeichneten den Vorfall als „unprovozierten Terrorangriff“ und erklärten, die Ermittlungen liefen weiter.
Offizielle Stellen betonten, dass die Strahlensicherheit der Anlage durch den Vorfall nicht beeinträchtigt worden sei.
Die Anlage Barakah ist das erste betriebsfähige Atomkraftwerk der arabischen Welt.
Iran nicht beschuldigt
Trotz der regionalen Spannungen verzichteten sowohl die Golfstaaten als auch die Vereinigten Arabischen Emirate auffällig darauf, Iran öffentlich für den Angriff verantwortlich zu machen.
Laut Euronews könnte dieses Schweigen auf Unsicherheit über die Herkunft der Drohne hindeuten.
Die Golfregion verfügt über umfangreiche Luftabwehrsysteme zur Überwachung möglicher iranischer Bedrohungen.
Das Fehlen einer direkten Beschuldigung hat Spekulationen darüber ausgelöst, wer hinter dem Drohnenangriff steckt.
VAE reagieren
Die Vereinigten Arabischen Emirate warnten, sie würden „unter keinen Umständen irgendeine Bedrohung ihrer Sicherheit und Souveränität tolerieren“.
Offizielle erklärten, das Land behalte sich das Recht vor, falls nötig diplomatisch oder militärisch zu reagieren.
Industrie- und Technologieminister Sultan Ahmed Al Jaber verurteilte den Angriff scharf.
„Der Angriff auf Barakah ist ein Terroranschlag auf ein friedliches Projekt“, schrieb Al Jaber auf X.
Regionale Besorgnis
Mehrere Staaten des Nahen Ostens verurteilten den Angriff nach Bekanntwerden der Berichte.
Das Außenministerium Katars bezeichnete den Vorfall als „eklatanten Verstoß gegen internationales Recht und ernsthafte Bedrohung der regionalen Sicherheit“.
Auch die World Nuclear Association rief alle Seiten dazu auf, militärische Aktivitäten in der Nähe ziviler Nuklearinfrastruktur zu vermeiden.
Die Organisation erklärte, die Anlage Barakah arbeite trotz des Vorfalls weiterhin sicher.
Spannungen nehmen zu
Der Angriff hat die Sorge über die Verwundbarkeit kritischer Energieinfrastruktur in der Golfregion verstärkt.
Barakah bleibt ein zentraler Bestandteil der langfristigen Energie- und Stromstrategie der Vereinigten Arabischen Emirate.
Der Vorfall ereignet sich zudem vor dem Hintergrund wachsender Instabilität und zunehmender militärischer Spannungen im Nahen Osten.
Die Ermittler haben bislang nicht öffentlich bekanntgegeben, wer für den Drohnenangriff verantwortlich war.
Quellen: Euronews, World Nuclear Association, Erklärungen der Vereinigten Arabischen Emirate