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„Reines Glück“: Patient erinnert sich an den Moment, als sein Herz stehen blieb

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Ein Mann, der während einer Notfallbehandlung kurzzeitig sein Leben verlor, sagt, das Erlebnis habe seine Sicht auf die Welt verändert. Sein Bericht, den er nach seiner Genesung öffentlich machte, hat Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie Nahtoderfahrungen persönliche Überzeugungen über Leben und Realität neu formen können.

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Die Geschichte wurde vom Mirror berichtet, der seinen medizinischen Notfall und die anschließenden Überlegungen schilderte.

Eine plötzliche Krise

Matthew Melton besuchte ein Konzert, als er begann, Sonnenblumenkerne zu essen. Kurz darauf bemerkte er, dass sich ein Ausschlag an seinem Hals bildete, und erkannte, wie er es formulierte, dass „etwas Großes“ geschah.

Laut dem Mirror begab sich Melton in die nächste Notaufnahme, wo Ärzte ihn mit Antihistaminika und Steroiden behandelten. Während des Eingriffs, so berichtet er, blieb sein Herz auf dem Operationstisch stehen.

Mediziner hätten ihm später gesagt, man habe ihn „für einen Moment verloren“, bevor er wiederbelebt worden sei.

Ein veränderter Zustand

Melton beschrieb das Erlebnis als ein „Durchschleudertwerden durch ein Wurmloch“ und berichtete, er habe sich an einem „ungewöhnlichen Ort“ wiedergefunden. In einem Gespräch auf dem YouTube-Kanal The Other Side Near Death Experience sagte er: „In dem Moment, in dem man stirbt, ist man nicht mehr in der physischen Welt, es ist eine völlig andere Realität.“

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Er fügte hinzu, er habe kein Gefühl für einen körperlichen Leib gehabt, und das, was sich wie Dunkelheit angefühlt habe, habe möglicherweise gar nichts mit Licht zu tun gehabt. „Dieses Gefühl war so unglaublich, es war, als wäre das Gewicht der Welt endlich von mir genommen worden“, sagte er.

Melton bezeichnete die Empfindung als „reines Glück“ und erklärte, es habe sich angefühlt, als entdecke man „das, was wir wirklich sind“.

Ein veränderter Blick

Nach dem Wiedererlangen des Bewusstseins habe sich die Rückkehr in seinen Körper zutiefst verstörend angefühlt, sagte Melton. „Das Gefühl, wieder in einen menschlichen Körper einzutreten, ist das schlimmste, das ich je erlebt habe“, erklärte er und beschrieb Schwerkraft und körperliche Form als einengend.

Dem Mirror sagte er, das Erlebnis habe ihn zu der Überzeugung geführt, dass das Leben auf der Erde „eine Art Illusion“ sei und dass Zeit selbst nicht real sei. Dennoch glaube er, dass Menschen „aus einem bestimmten Grund“ hier seien, und verglich das Leben mit einem Test oder einem Spiel.

Medizinische Erklärung

Ärzte erklärten Melton laut Mirror, seine Reaktion sei durch Pestizide auf den Sonnenblumenkernen ausgelöst worden, gefolgt von einer anaphylaktischen Reaktion auf die bei der Behandlung eingesetzten Steroide.

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Der Vorfall habe ihn dazu gebracht, sein Leben zu hinterfragen und mitfühlender werden zu wollen. Er sagte, er glaube nun, dass es nach dem Tod etwas gebe, das einem „den Verstand sprengen würde“.

Nicht allein

Der Mirror merkte zudem an, dass Meltons Geschichte kein Einzelfall sei. Die Zeitung verwies auf ähnliche Berichte, darunter den einer kanadischen Frau, die während eines medizinischen Notfalls von dem Gefühl sprach, ihre physische Identität zu verlassen.

Solche Erfahrungen sind zwar zutiefst persönlich, befeuern jedoch weiterhin Debatten über Bewusstsein, Glauben und darüber, wie Menschen Momente nahe am Tod deuten.

Quellen: Mirror

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