Ein Rechtsstreit um den Verkauf persönlicher Gegenstände von Amy Winehouse wurde vor dem High Court beigelegt.
Der Fall drehte sich um Behauptungen, dass Personen aus dem Umfeld der verstorbenen Sängerin ohne Erlaubnis von ihrem Besitz profitiert hätten, berichtet Sky News.
Gerichtsurteil verkündet
Amy Winehouse’s Vater, Mitch Winehouse, hat seine Klage gegen zwei Freundinnen der Sängerin verloren.
Laut Sky News drehte sich der Fall um Behauptungen, dass die Stylistin Naomi Parry und die Freundin Catriona Gourlay Gegenstände, die mit der verstorbenen Künstlerin in Verbindung standen, verkauft hätten, ohne die Nachlassverwaltung zu informieren.
Herr Winehouse, in seiner Funktion als Nachlassverwalter, hatte erhebliche Schadenersatzforderungen wegen Auktionen geltend gemacht, die 2021 und 2023 stattfanden.
Das Gericht entschied jedoch zugunsten der Beklagten.
Eigentumsstreit
Der Fall konzentrierte sich auf die Frage, ob die verkauften Gegenstände unrechtmäßig zurückgehalten worden waren.
Laut Sky News argumentierten die beiden Frauen, die Gegenstände seien entweder Geschenke von Winehouse gewesen oder hätten ihnen bereits gehört.
Richterin Sarah Clarke KC sagte, es gäbe keine Beweise dafür, dass sie Gegenstände absichtlich vor dem Nachlass versteckt hätten.
„Ich stelle fest, dass weder Frau Parry noch Frau Gourlay absichtlich strittige Gegenstände vor dem Kläger verborgen haben“, sagte sie.
Argumente vor Gericht
Während der Verhandlungen kamen Spannungen hinsichtlich der Motive hinter der Klage auf.
Laut Sky News legten die Anwälte von Frau Parry nahe, die Klage sei von „kleinlicher Eifersucht“ getrieben gewesen – ein Vorwurf, den Herr Winehouse zurückwies.
Das Gericht erfuhr auch Einzelheiten einer großen Auktion, bei der Hunderte von Gegenständen der Sängerin versteigert wurden.
Ein Verkauf soll Berichten zufolge 1,4 Millionen US-Dollar eingebracht haben, wobei ein Teil an die Amy Winehouse Foundation ging.
Einschätzung der Richterin
Das Urteil erkannte sowohl persönliche als auch finanzielle Aspekte des Rechtsstreits an.
„Es ist auch der Fall, dass Amys Nachlass, insbesondere die Tantiemen aus Back To Black, Herrn Winehouse persönlich extrem reich gemacht haben“, sagte die Richterin.
Sie fügte hinzu, er sei „verständlicherweise sensibel“ hinsichtlich der Nutzung des Erbes seiner Tochter.
Das Gericht kam zu dem Schluss, er hätte die Gegenstände mit zumutbarem Aufwand früher identifizieren können.
Reaktion auf das Urteil
Naomi Parry begrüßte das Ergebnis nach der Entscheidung.
Laut Sky News sagte sie, das Urteil habe ihren Namen nach Jahren der Anschuldigungen reingewaschen.
„Ich stand Amy als Freundin, kreative Partnerin und Kostümbildnerin zur Seite“, sagte sie.
Der Fall beendet einen Streit über den Umgang mit Gegenständen, die mit einer der einflussreichsten modernen Künstlerinnen Großbritanniens in Verbindung stehen.
Quellen: Sky News