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Russische Krypto-Börse Grinex verliert 13 Mio. $ durch Hack und verdächtigt „feindliche Staaten“

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Die Plattform unterliegt Sanktionen und steht im Verdacht, von russischen Akteuren genutzt zu werden, um diese zu umgehen.

Eine von russischen Kunden genutzte Kryptowährungsplattform hat ihre Dienste nach Meldung einer erheblichen Sicherheitsverletzung abrupt eingestellt.

Die Börse erklärte, der Angriff habe Nutzergelder zum Ziel gehabt und könnte hochentwickelte Akteure involviert haben.

Plötzliche Schließung

Laut dem unabhängigen russischen Medium Meduza kündigte Grinex am 16. April an, den Betrieb nach einem, wie es hieß, groß angelegten Cyberangriff einzustellen. Dies erfolgte in einer Erklärung, die auf ihrem Telegram-Kanal veröffentlicht wurde.

Die Plattform berichtete, dass mehr als 1 Milliarde Rubel (13 Millionen USD) aus den Krypto-Wallets der Nutzer gestohlen worden seien. Sie fügte hinzu, dass die von der Sicherheitslücke betroffenen Wallet-Adressen öffentlich gemacht wurden.

Vertreter des Unternehmens wiesen auf die Komplexität der Operation hin und erklärten: „Die digitalen Spuren und die Art des Angriffs deuten auf ein beispielloses Maß an Ressourcen und Technologie hin, das ausschließlich den Strukturen feindlicher Staaten zur Verfügung steht.“

Sie fügten hinzu, dass erste Erkenntnisse darauf hindeuten, dass der Vorfall darauf abzielte, Russlands Finanzsystem zu untergraben, und bestätigten, dass die Strafverfolgungsbehörden kontaktiert wurden.

Hintergrund der Plattform

Grinex präsentiert sich als eine große Krypto-Börse, die Transaktionen zwischen russischen Unternehmen und Einzelpersonen ermöglicht.

Laut der Financial Times wurde die Plattform Anfang 2025 in Kirgisistan gestartet.

Die Börse führte den Handel mit A7A5 ein, einem an den Rubel gekoppelten Stablecoin, der durch Einlagen bei der Promsvyazbank, einem russischen Kreditinstitut unter internationalen Sanktionen, gedeckt ist.

Die Financial Times berichtete, dass der Token dazu gedacht war, grenzüberschreitende Zahlungen mit Russland inmitten der anhaltenden Sanktionen zu unterstützen. Grinex hat stets betont, internationale regulatorische Rahmenbedingungen einzuhalten.

Sanktionsbedenken

Transparency International Russia hat Grinex mit Garantex in Verbindung gebracht, einer zuvor sanktionierten Krypto-Börse, der vorgeworfen wird, nach Russlands Invasion in der Ukraine illegale Finanzaktivitäten und Sanktionsumgehungen ermöglicht zu haben.

Im August 2025 verhängten die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen Grinex unter Berufung auf mutmaßliche Verbindungen zu Garantex und deren Rolle bei der Erleichterung von Transaktionen, die darauf abzielten, Beschränkungen zu umgehen.

Quellen: Financial Times, Transparency International Russia, Meduza