Dies ist nicht das erste Mal, dass Russland diese Strategie versucht hat.
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Im März 2025 führten russische Truppen das durch, was später als „Operation Stream“ oder „Operation Pipe“ bekannt wurde.
Der Plan sah vor, dass russische Soldaten durch eine stillgelegte Pipeline kriechen und diese nutzen sollten, um hinter die ukrainischen Linien zu gelangen und sie in der Region Kursk von hinten anzugreifen.
Einige Wochen nach der Operation berichtete Ukrainska Pravda, dass die ukrainischen Verteidiger fünf Tage im Voraus von dem Vorhaben wussten. Ein russischer Durchbruch an anderer Stelle lenkte jedoch die Aufmerksamkeit der Ukraine ab, sodass die Truppen die Pipeline nicht blockieren oder zerstören konnten.
Am 8. März 2025 zitierte The New Voice of Ukraine einen Offizier der ukrainischen Streitkräfte mit der Aussage, dass es der Ukraine gelungen sei, rund 80 Prozent der russischen Soldaten in der Pipeline zu eliminieren. Diese Zahlen wurden jedoch nicht unabhängig überprüft.
Nun soll Russland erneut versucht haben, dieselbe Strategie anzuwenden, indem es durch eine stillgelegte Pipeline schlich, um die ukrainischen Verteidigungsstellungen zu umgehen.
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Doch dieses Mal waren die ukrainischen Verteidiger vorbereitet.
Ein weiterer Pipeline-Versuch
Das 8. Luftsturmkorps der Ukraine erklärte in einem Beitrag auf Telegram, dass russische Kräfte am 9. Februar versucht hätten, über eine Gaspipeline nahe dem Dorf Jabluniwka in die Region Sumy einzudringen.
Das ukrainische Militär teilte mit, dass 22 russische Infanteriesoldaten durch den Pipelinekorridor vorgedrungen seien. Einheiten der 71. selbstständigen luftbeweglichen Brigade verfügten über Vorabinformationen zu dem Vorstoß und bereiteten einen Hinterhalt vor.
Die Angriffsgruppe sei mit Artillerie, FPV-Kampfdrohnen und Bomber-Drohnen bekämpft worden, berichtete das Korps. Ukrainische Stellen machten keine Angaben zu Opferzahlen und erklärten nicht, ob russische Soldaten entkommen oder gefangen genommen wurden.
Die Angaben wurden nicht unabhängig überprüft.
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Druck entlang der Grenze
Russische Kräfte hätten wiederholt auf dieselbe Pipeline-Route zurückgegriffen, um tiefer in die Region Sumy vorzudringen, erklärten ukrainische Behörden. Trotz dieser Versuche sei die Gesamtlage weiterhin unter Kontrolle, so Kiew.
Stand 9. Februar hielten russische Truppen demnach rund 239,79 Quadratkilometer Gebiet in 14 Ortschaften der Region besetzt.
Die Hauptkämpfe in diesem Sektor betreffen laut ukrainischen Militärberichten das 1443. motorisierte Schützenregiment Russlands sowie die 83. selbstständige Garde-Luftsturmbrigade.
Quellen: 8. Luftsturmkorps der Ukraine, United24Media, Ukrainska Pravda, The New Voice of Ukraine