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Russland bereitet eine „False-Flag“-Operation mit menschlichen Opfern vor, warnt der ukrainische Geheimdienst

President Putin, Vladimir Putin
Пресс-служба Президента России / Wiki Commons

Laut der Behörde planen die Russen, Fragmente westlicher Waffen zu platzieren.

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Der Auslandsnachrichtendienst der Ukraine (FIS) hat vor einem aus seiner Sicht erneuten Versuch des Kremls gewarnt, die von den USA vermittelten Friedensgespräche zu untergraben.

Nach Angaben von Vertretern der Behörde verbindet die Kampagne Desinformation mit dem Risiko einer gewaltsamen Eskalation und zielt darauf ab, die öffentliche Meinung in Russland und im Ausland zu beeinflussen – zu einem diplomatisch besonders sensiblen Zeitpunkt.

Wachsende Risiken

In einer Erklärung vom 2. Januar 2026 teilte der Dienst mit, die Operation habe sich nach dem gemeldeten „Angriff auf Putins Residenz“ intensiviert, den er als Vorwand für die Verbreitung neuer gefälschter Behauptungen bezeichnete.

Der ukrainische Geheimdienst geht davon aus, dass diese Narrative darauf abzielen, das Publikum auf eine deutliche Eskalation vorzubereiten, die über reine Informationsmanipulation hinausgeht.

„Wir prognostizieren mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Übergang von manipulativer Einflussnahme zu einer bewaffneten Provokation der Spezialdienste, die zu erheblichen menschlichen Opfern führen würde“, heißt es in der Erklärung.

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Konkrete Beweise zur Untermauerung der Warnung legte die Behörde nicht vor.

Mögliche Szenarien

Nach Angaben des Dienstes könnte der erwartete Zeitpunkt mit den Weihnachtsfeierlichkeiten nach dem julianischen Kalender (7. Januar) zusammenfallen.

Mögliche Ziele könnten laut FIS religiöse Gebäude oder andere Orte mit starker kultureller oder politischer Bedeutung sein – entweder innerhalb Russlands oder in von Russland besetzten Gebieten der Ukraine.

Um Beweise zu konstruieren, die Kyjiw belasten sollen, könnten Fragmente westlich hergestellter Kampfdrohnen am Tatort platziert werden, die angeblich aus aktiven Kampfgebieten stammen.

Mutmaßliches Muster

Ukrainische Regierungsvertreter erklärten, Angriffe mit zivilen Opfern unter fremder Flagge durchzuführen, entspreche dem, was sie als etablierte Methoden russischer Spezialdienste bezeichnen.

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Ähnliche Taktiken seien in der Vergangenheit bereits innerhalb Russlands angewandt worden und würden nun über dessen Grenzen hinaus verlagert, fügten sie hinzu und verwiesen auf öffentliche Äußerungen hochrangiger russischer Beamter als indirekte Bestätigung.

Die Erklärung schließt mit einem Appell an Journalisten und Redaktionen, vom Kreml veröffentlichte Materialien sorgfältig zu prüfen und die Verbreitung dessen zu vermeiden, was als russische Desinformation bezeichnet wird.

Quelle: Auslandsnachrichtendienst der Ukraine