Laut dem Bericht hat es in den letzten 80 Jahren keine so schwerwiegende Bedrohung gegeben.
Das Sicherheitsklima Europas verändert sich auf eine Weise, wie es seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall war.
Niederländische Geheimdienstmitarbeiter erklären nun, dass mehrere globale Mächte gleichzeitig Druck ausüben.
Der niederländische Geheimdienst AIVD hat Bedenken hinsichtlich eines zunehmend feindseligen geopolitischen Umfelds geäußert, wobei Russland im Mittelpunkt einer wachsenden Sicherheitsherausforderung steht, wie die Kyiv Post berichtete.
Eine sich wandelnde Bedrohung
Laut dem Jahresbericht 2025 der AIVD bereitet sich Russland auf eine ausgedehnte Konfrontation mit westlichen Nationen vor. Die Behörde erklärt, dies schaffe das komplexeste Bedrohungsbild, dem die Niederlande seit Jahrzehnten gegenübergestanden haben.
AIVD-Generaldirektorin Simone Smit erklärte: „In den 80 Jahren, in denen die AIVD und ihre Vorgänger existiert haben, hat es nie ein Bedrohungsbild wie das aktuelle gegeben“, wie NOS berichtete.
Die Behörde verknüpft Moskaus Haltung mit der Ansicht, dass die europäische Unterstützung der Ukraine aggressiver geworden sei, was Russland eher zu einer längerfristigen strategischen Pattsituation als zu kurzfristigen Taktiken dränge.
Cyber und Spionage
Der Bericht hebt einen Anstieg von Cyberoperationen hervor, die mit russischen Akteuren in Verbindung gebracht werden. Im Jahr 2025 zielten Hacker auf Signal- und WhatsApp-Konten niederländischer Beamter und Militärangehöriger ab.
Eine Gruppe namens „Laundry Bear“ wurde für diese Angriffe sowie für eine erhebliche Verletzung der Systeme der niederländischen Polizei verantwortlich gemacht, bei der die persönlichen Daten Zehntausender Mitarbeiter offengelegt wurden.
China wird ebenfalls als wachsende Besorgnis identifiziert. Die AIVD erklärt, Peking habe anhaltende verdeckte Bemühungen unternommen, um sensible Technologien und Forschungsergebnisse von niederländischen Institutionen zu erhalten.
Wachsende Risiken
Niederländische Telekommunikationsanbieter wurden Ziel einer Cyber-Spionagekampagne, die „Salt Typhoon“ zugeschrieben wird und die US-Behörden mit dem chinesischen Staat in Verbindung bringen.
Die Behörde warnt, dass solche Aktionen die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit bedrohen und Chinas umfassenderes Bestreben widerspiegeln, globale Machtstrukturen neu zu gestalten.
Mit Blick auf die Zukunft erwartet die AIVD, dass sich die Bedrohungen durch Russland und China im Jahr 2026 in ganz Europa intensivieren und den Umfang der Cyber- und strategischen Risiken erweitern werden.
Quellen: AIVD 2025 bericht, Kyiv Post