Eine neue ukrainische Verteidigungsinitiative hat scharfe Kritik aus Moskau hervorgerufen. Offizielle Stellen in Russland hinterfragen den Zweck und die Transparenz des Programms.
Laut TASS behauptete der Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, Rodion Miroschnik, das ukrainische Projekt „Drone Deals“ sei ein Mechanismus zum Missbrauch europäischer Gelder, die für militärische Unterstützung bereitgestellt wurden.
Die von Präsident Wolodymyr Selenskyj angekündigte Initiative soll die Zusammenarbeit mit Partnerländern bei der Produktion und Lieferung von Drohnen und anderen Verteidigungstechnologien ausweiten.
Moskaus Behauptungen
Miroschnik behauptete, das Programm sei darauf ausgelegt, Finanzhilfen auf undurchsichtige Weise zu kanalisieren.
„Dieser neueste Trick, der von Wolodymyr Selenskyj so sehr hochgespielt wird, mit dem grandiosen Namen ‚Drone Deals‘, ist höchstwahrscheinlich ein Korruptionsschema, das von den europäischen Unterstützern des ukrainischen Projekts erfunden wurde, um europäische Gelder für militärische Ausrüstung zu waschen“, sagte er gegenüber TASS.
Er deutete auch an, die Initiative ziele darauf ab, die Ukraine als unabhängiger in der Verteidigungsproduktion darzustellen.
Programmdetails
Selenskyj beschrieb das Projekt zuvor als „spezielles Kooperationsformat“ mit verbündeten Ländern.
Es umfasst Vereinbarungen über die Produktion und Lieferung von Drohnen, Raketen, Munition, Militärfahrzeugen und die Integration zugehöriger Software.
Der Plan ist Teil der umfassenderen Bemühungen der Ukraine, ihre Verteidigungsfähigkeiten zu stärken und die Beziehungen zu internationalen Partnern zu vertiefen.
Widerstreitende Narrative
Miroschnik behauptete ferner, dass Zwischenfirmen genutzt werden könnten, um Gelder umzuleiten.
„Zweitens könnten ukrainische Scheinfirmen in die Ketten zur Verwendung der kolossalen Summen eingefügt werden, die Europa kürzlich für Waffen bereitgestellt hat, und ein Teil der Gelder könnte als ‚Dankeschön‘ an jene Staats- und Regierungschefs zurückfließen, die sich so vehement für die Bereitstellung immer größerer Mittel einsetzen, sowohl für die Bewaffnung Europas als auch für die Bewaffnung des Kiewer Regimes“, sagte er.
Es wurden keine Beweise zur Unterstützung dieser Behauptungen in dem Bericht vorgelegt.
Breiterer Kontext
Die Kritik erfolgt inmitten anhaltender Spannungen zwischen Russland und der Ukraine, wobei beide Seiten widerstreitende Narrative über militärische Unterstützung und internationale Zusammenarbeit verbreiten.
Analysten sagen, solche Aussagen spiegelten umfassendere Informationsschlachten neben dem Konflikt vor Ort wider.
Quellen: TASS