Die Ukraine hat neue Details über Russlands S-71K-Rakete veröffentlicht, eine kostengünstigere Tarnkappenwaffe, die für die Massenproduktion konzipiert ist, während sich Moskau an den Kriegsdruck anpasst.
Eine neue russische Waffe sorgt für Aufmerksamkeit, da der Krieg in der Ukraine rasche Veränderungen in der Militärtechnologie vorantreibt.
Im Mittelpunkt stehen Kosten, Skalierbarkeit und Überlebensfähigkeit statt modernster High-End-Technologie.
Neue Rakete vorgestellt
Der ukrainische Militärgeheimdienst hat laut einer öffentlichen Mitteilung der Behörde neue Details über die luftgestützte russische Rakete S-71K „Kovyor“ veröffentlicht.
Berichten zufolge wird die Waffe seit Ende 2025 im Einsatz verwendet und wurde für den russischen Tarnkappenjäger Su-57 entwickelt.
Offizielle Stellen sagen, dies markiere einen frühen Schritt der United Aircraft Corporation Russlands in die Raketenproduktion.
Auf Massenproduktion ausgelegt
Die S-71K scheint darauf ausgelegt zu sein, günstiger und einfacher herzustellen zu sein als herkömmliche Marschflugkörper.
Ihr Gefechtskopf basiert auf einer Bombe des Typs OFAB-250-270 aus der Zeit des Kalten Krieges, die umfunktioniert und in eine moderne Struktur integriert wurde.
Die Konstruktion verwendet verstärktes Fiberglas und Aluminium, mit einer Form, die die Radarsichtbarkeit reduziert, ohne auf teure Beschichtungen angewiesen zu sein.
Ausländische Komponenten
Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes stammen die meisten elektronischen Bauteile der Rakete aus dem Ausland.
Komponenten wurden auf Länder wie die Vereinigten Staaten, China, Deutschland, Japan und Taiwan zurückgeführt.
„Der fortgesetzte Zugang zu ausländischen Technologien und Komponenten ermöglicht es dem Aggressorstaat, neue Waffen zu entwickeln und ihren Einsatz im Krieg gegen die Ukraine auszuweiten“, erklärte die Behörde.
Leistungsdetails
Die Rakete wird von einem kompakten Turbojet-Triebwerk angetrieben und nutzt ein einfaches Trägheitsnavigationssystem.
Die Ukraine schätzt ihre Reichweite auf bis zu 186 Meilen, wobei frühere Berichte Geschwindigkeiten von etwa Mach 0,6 nahelegen.
Das Design umfasst ausklappbare Flügel und eine schwer erfassbare Form, die ihre Chancen verbessern soll, Luftabwehrsysteme zu umgehen.
Weitere Entwicklung
Die S-71K könnte mit einer fortschrittlicheren Variante kombiniert werden, die als S-71M „Monokhrom“ bekannt ist.
Diese Version soll Echtzeit-Zielerfassungsfähigkeiten und elektrooptische Sensoren enthalten, wodurch sie bewegliche Ziele angreifen kann.
Russland prüft offenbar auch den Einsatz der Rakete auf Drohnen wie der S-70 Okhotnik.
Strategischer Wandel
Die Entwicklung spiegelt einen breiteren Trend hin zu günstigeren, in großer Stückzahl produzierbaren Waffen wider.
Russland sucht nach Alternativen zu teureren Marschflugkörpern, die während eines Krieges schwieriger in großen Mengen herzustellen sind.
Für die Ukraine bedeutet der zunehmende Einsatz solcher Systeme eine zusätzliche Belastung für die ohnehin angespannten Luftabwehrressourcen.
Quellen: Ukrainisches Verteidigungsministerium (GUR)