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Schon kleine Mengen Natur bringen große gesundheitliche Vorteile

Schon kleine Mengen Natur bringen große gesundheitliche Vorteile

Zeit im Freien zu verbringen kann mehr bieten als nur eine mentale Auszeit vom Alltag. Wissenschaftler sagen, dass selbst kurze Aufenthalte in natürlichen Umgebungen messbare körperliche und psychologische Vorteile auslösen können.

Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass bereits 20 Minuten in der Natur einen spürbaren Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden haben können.

Beruhigende Wirkung

Laut BBC kann der Aufenthalt in Grünflächen schnell die natürlichen Entspannungsmechanismen des Körpers aktivieren.

„Wir beobachten Veränderungen im Körper, wie einen sinkenden Blutdruck, eine veränderte Herzfrequenzvariabilität und einen langsameren Herzschlag – alles Anzeichen für physiologische Entspannung“, sagte Baroness Kathy Willis, Biodiversitätsprofessorin an der Universität Oxford.

Eine große Studie im Vereinigten Königreich ergab, dass Menschen, die mindestens 120 Minuten pro Woche in der Natur verbringen, eher von besserer Gesundheit und höherem Wohlbefinden berichten.

Hormonelle Reaktion

Zeit im Freien beeinflusst auch das hormonelle Gleichgewicht des Körpers, insbesondere stressbezogene Hormone.

Forschungen zeigen, dass die Werte von Cortisol und Adrenalin in natürlichen Umgebungen sinken und so die Erholung von Stress fördern.

Eine Studie ergab, dass die Exposition gegenüber natürlichen Düften die Aktivität des Immunsystems steigern kann – mit Effekten, die sogar Wochen anhalten.

Die Kraft des Geruchs

Der Geruchssinn spielt eine wichtige Rolle dabei, wie Natur auf den Körper wirkt.

Von Pflanzen freigesetzte Verbindungen können beim Einatmen in den Blutkreislauf gelangen und zur beruhigenden Wirkung beitragen.

Studien legen nahe, dass selbst eine kurze Exposition gegenüber Düften wie Kiefer den Stress innerhalb weniger Minuten reduzieren kann.

Darm und Immunsystem

Die Natur kann auch die körperliche Gesundheit unterstützen, indem sie den Körper nützlichen Bakterien aus Boden und Pflanzen aussetzt.

„Das sind dieselben Arten von guten Bakterien, für die wir in Form von Probiotika oder Getränken bezahlen“, erklärte Willis.

Experten sagen, dass eine solche Exposition das Immunsystem stärken und sogar die Stimmung verbessern kann.

Kleine Veränderungen zählen

Forscher betonen, dass man nicht stundenlang in der Wildnis verbringen muss, um Vorteile zu erzielen.

Schon kurze Spaziergänge, Zeit in einem Park oder das Einbringen natürlicher Elemente in die eigene Umgebung können einen Unterschied machen.

„Jeder kleine Beitrag scheint zu helfen“, sagte Professor Ming Kuo und hob hervor, dass selbst das Betrachten von Naturbildern Stress reduzieren kann.

Quellen: BBC