Heute Champions, morgen um Millionen ärmer? Spaniens WM-Auszahlung ist bedroht.
Spanien mag sich noch im Glanz des Weltmeistertitels sonnen, doch die Feierlichkeiten könnten bald eine kostspielige Überraschung bereithalten.
Obwohl sie nach einem Sieg in der Verlängerung gegen Argentinien den größten Preis des Fußballs errungen haben, könnte ein beträchtlicher Teil des Preisgeldes der Mannschaft Berichten zufolge bei den US-Steuerbehörden landen, da das Turnier auf amerikanischem Boden ausgetragen wurde.
Die Mannschaft von Luis de la Fuente sicherte sich ihren zweiten Weltmeistertitel, nachdem Ferran Torres in der Verlängerung das entscheidende Tor erzielte und damit den Sieg in einem dramatischen Finale besiegelte.
Spaniens Triumph brachte dem Kader ein Preisgeld von rund 51 Millionen US-Dollar ein, doch US-Steuerregeln könnten den Betrag, den die Spieler letztendlich erhalten, aufgrund von Trumps neuem Steuergesetzbuch erheblich schmälern.
Laut Fox könnten bis zu 30 Prozent dieser Gewinne der Bundeseinbehaltungssteuer unterliegen, da die Einnahmen in den Vereinigten Staaten erzielt wurden.
Präsident Donald Trump war während der Trophäenübergabe anwesend, als Spaniens Kapitän Rodri den Weltpokal in die Höhe stemmte, obwohl die potenzielle Steuerschuld eher auf US-Recht als auf eine FIFA-Entscheidung zurückzuführen ist.
US-Recht rückt in den Mittelpunkt
Gemäß den aktuellen US-Steuerbestimmungen unterliegen Zahlungen an nicht ansässige ausländische Sportler im Allgemeinen einer 30-prozentigen Bundeseinbehaltung, es sei denn, es greift eine spezifische Ausnahme.
Das Thema hat bereits Kritik vom republikanischen Kongressabgeordneten Tim Burchett hervorgerufen.
„Ich bin kein Fan davon, aber die Amerikaner müssen es tun.“
Burchett räumte ein, dass dieselben Regeln auch für amerikanische Sportler gelten, und argumentierte, dass Gastwettkämpfer vor ihrem Wettkampf in den Vereinigten Staaten über die Bestimmungen informiert werden.
Forderungen nach Änderung
Obwohl er die Existenz des Gesetzes akzeptierte, stellte Burchett die Frage, ob es die richtige Botschaft an internationale Besucher aussendet.
„Sie haben das Geld hier verdient, schätze ich, aber das gefällt mir alles nicht. Wir wollen diese Leute ermutigen, hierherzukommen und ihr Geld auszugeben, und dann nehmen wir einen großen Teil davon weg.“
Seine Kommentare fallen in eine Zeit, in der sich die Aufmerksamkeit weiterhin auf die finanziellen Folgen der Ausrichtung großer internationaler Sportveranstaltungen in den Vereinigten Staaten konzentriert.
Spaniens Weltmeisterschaftskampagne sorgte auch über den Fußball hinaus für Schlagzeilen, wobei Berichte darauf hindeuten, dass mehrere argentinische Spieler nach dem Halbfinale und dem Finale wegen ihres Verhaltens einer FIFA-Prüfung unterzogen werden könnten.