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Tödliche Hitzewelle: Rund 1.000 Tote, während Europa Temperaturrekorde bricht

Heatwave, France, Paris
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Die tödliche Hitzewelle wird mit rund 1.000 zusätzlichen Todesfällen in Frankreich in Verbindung gebracht, während Teile Europas weiterhin Rekordtemperaturen verzeichnen.

Französische Behörden geben an, dass vorläufige Sterblichkeitszahlen darauf hindeuten, dass die jüngste Hitzewelle seit Ende Juni mit rund 1.000 zusätzlichen Todesfällen in Verbindung gebracht wird.

Ältere Menschen machen laut Public Health France, das von Euronews zitiert wird, die große Mehrheit der Todesfälle aus.

Das Gesundheitswesen ist weiterhin stark belastet, da die anhaltende Phase extremer Hitze andauert. In mehreren Regionen haben die Temperaturen 40 °C überschritten, wodurch die höchste Hitzewarnstufe des Landes ausgelöst wurde.

Public Health France erklärte, die Zahlen seien vorläufig, fügte jedoch hinzu, dass die höchste Sterblichkeit in den Regionen Île-de-France, Nouvelle-Aquitaine, Bretagne, Centre-Val de Loire, Normandie und Pays de la Loire verzeichnet wurde.

Notfallmaßnahmen

Die Behörden haben mehrere Maßnahmen ergriffen, um der anhaltenden Hitze zu begegnen.

In Paris wurde der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum am Wochenende vorübergehend verboten, um die Notdienste zu entlasten, während die Pride-Parade der Stadt verschoben wurde.

Mehrere der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Paris haben wegen der Hitze ihre Öffnungszeiten angepasst. Sowohl der Eiffelturm als auch der Louvre haben ihre Öffnungszeiten verkürzt.

Nachdem ein Mann im Canal Saint-Martin ertrunken war, warnte der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire laut Euronews:

„Wir haben es schon einmal gesagt, und wir sagen es wieder: Schwimmen außerhalb der Zeiten, in denen beaufsichtigtes Schwimmen erlaubt ist, sowie außerhalb der ausgewiesenen Badebereiche ist gefährlich.“

Größere Auswirkungen

Das extreme Wetter hat weite Teile Europas betroffen. Die ungewöhnlich hohen Temperaturen reichten weit über Frankreich hinaus.

Großbritannien erlebte den wärmsten Junitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, während Teile Spaniens und Deutschlands ebenfalls die 40-Grad-Marke überschritten, wie das britische Met Office laut Euronews mitteilte.

Französische Behörden beobachten die Lage weiterhin, während die Hitzewelle anhält.

Public Health France wird seine Sterblichkeitsdaten voraussichtlich aktualisieren, sobald weitere Meldungen überprüft wurden.

Rekordhitze

Die Hitzewelle hat auch in mehreren europäischen Ländern Temperaturrekorde gebrochen, berichtet die BBC.

Deutschland verzeichnete den zweiten Tag in Folge mit 41,5 °C einen neuen nationalen Höchstwert, während in Dänemark nahe Aarhus 37 °C gemessen wurden. Damit wurde der bisherige landesweite Temperaturrekord aus dem Jahr 1976 übertroffen.

In Tschechien stiegen die Temperaturen auf 40,8 °C und stellten damit einen neuen nationalen Rekord auf.

Meteorologen zufolge wurde die außergewöhnliche Hitze durch ein anhaltendes Hochdrucksystem verursacht, das häufig als „Hitzedom“ bezeichnet wird. Es schloss heiße Luft über weiten Teilen Europas ein und ließ die Temperaturen auf beispiellose Werte steigen.

Quellen: Euronews, Public Health France, Met Office, BBC