Trumps jüngster Social-Media-Beitrag lässt Kritiker fassungslos zurück.
Ein Social-Media-Beitrag von Präsident Donald Trump hat eine neue politische Kontroverse ausgelöst, nachdem er Aufnahmen einer Abschlussfeier im Kindergarten geteilt hatte, die Kinder mit religiösen Kopfbedeckungen zeigten.
Der Clip, der an einer öffentlichen Schule in St. Paul, Minnesota, gefilmt wurde, zeigte junge Schülerinnen und Schüler, die ihren Abschluss feierten und dabei Abschlussmützen und -roben trugen. Mehrere Mädchen trugen zudem weiße Hijabs.
Trump teilte das Video auf Truth Social erneut, zusammen mit einem Screenshot des Kontos „End Wokeness“, auf dem stand:
„Öffentliche Schule in St. Paul, Minnesota. Jedes Mädchen trägt einen Hijab … im Kindergarten.“
Der Beitrag verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und löste Kritik von politischen Persönlichkeiten und Journalisten aus.
Walz verurteilt Trumps Beitrag
Zu den ersten, die reagierten, gehörte Minnesotas Gouverneur Tim Walz, der dem Präsidenten vorwarf, kleine Kinder ins Visier zu nehmen.
Walz schrieb auf X und teilte dabei einen Screenshot von Trumps Beitrag:
„Der Präsident der Vereinigten Staaten greift eine Gruppe von Kindergartenkindern an, wegen der Kleidung, die sie in der Schule trugen.“
Andere schlossen sich dieser Kritik an und argumentierten, Trumps Entscheidung, den Beitrag zu verbreiten, rücke Kinder, die an einer Schulfeier teilnähmen, in den Mittelpunkt, anstatt eine breitere politische Debatte zu führen.
„Es hat etwas zutiefst Beunruhigendes, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten – der mächtigste Mensch der Welt – Kindergartenkinder in Minnesota angreift, weil sie Hijabs trugen, so wie Trump es heute Morgen auf seiner Website getan hat.“
Religiöse Kleidung in öffentlichen Schulen geschützt
Kritiker argumentierten, Trumps Beitrag hebe muslimische Kinder unfair hervor, während Befürworter des ursprünglichen Beitrags das im Abschlussvideo gezeigte Bild infrage stellten.
Der Journalist Aaron Rupar gehörte zu denjenigen, die die Entscheidung des Präsidenten kritisierten, und schrieb:
„Trump nutzt nun seine Plattform, um Kindergartenkinder anzugreifen, weil sie Muslime sind.“
Jüngster Zankapfel in der Einwanderungsdebatte
Die Kontroverse entsteht, während Minnesota weiterhin eine prominente Rolle in der Einwanderungspolitik der Trump-Regierung spielt.
Der Bundesstaat wurde häufig in Diskussionen über Grenzsicherheit und Einwanderungsdurchsetzung erwähnt, was ihn zu einem wiederkehrenden Schwerpunkt in der politischen Kommunikation der Regierung macht.
Trump selbst fügte über das Teilen des Videos und des begleitenden Screenshots hinaus keinen persönlichen Kommentar hinzu, doch der erneute Beitrag allein reichte aus, um eine hitzige Online-Debatte über Religion, öffentliche Bildung und die Rolle der Präsidentschaft bei der Verbreitung solcher Inhalte auszulösen.
