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Trump-Regierungsmitglied verteidigt Meinungsfreiheit nach Marsch von weißen Suprematisten

Patriot Front
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US-Innenminister Doug Burgum aus der Trump-Regierung verteidigte den Schutz der Meinungsfreiheit, nachdem ein Marsch weißer Suprematisten in Washington eine erneute Debatte ausgelöst hatte.

Eine Äußerung von US-Innenminister Doug Burgum aus der Trump-Regierung hat nach einem Marsch mit mehreren hundert weißen Suprematisten in Washington eine Debatte ausgelöst.

Burgum betonte, dass die US-Verfassung das Recht der Bürger auf freie Meinungsäußerung schütze – auch dann, wenn die geäußerten Ansichten äußerst kontrovers seien.

Der Marsch fand während der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten statt, berichteten AFP und Agerpres unter Berufung auf HotNews.

Reaktion des Ministers

„Es gibt keine der Ansichten, die sie vertreten, mit der ich übereinstimmen könnte. Aber eines der grundlegenden Prinzipien der Vereinigten Staaten ist die Meinungsfreiheit“, sagte Burgum laut HotNews gegenüber CNN.

Gleichzeitig betonte er, dass der Schutz der Meinungsfreiheit auch Ansichten umfasse, die viele Menschen als beleidigend oder inakzeptabel empfänden.

„Es gibt vieles, was ich sehe und als beleidigend empfinden könnte. Aber in Amerika ist die Meinungsfreiheit geschützt“, bekräftigte er laut AFP und Agerpres.

Der Marsch im Fokus

Nach Angaben von AFP und Agerpres versammelten sich mehrere maskierte Teilnehmer am Hauptbahnhof der Stadt, bevor sie sich dem Demonstrationszug anschlossen.

Unter den Demonstranten waren Flaggen der Konföderierten sowie Banner mit dem Logo von Patriot Front zu sehen.

Während des Marsches skandierten die Teilnehmer unter anderem: „Wir holen uns Amerika zurück!“

Burgums Äußerungen haben die wiederkehrende Debatte darüber neu entfacht, wie US-Behörden mit Demonstrationen extremistischer Gruppen umgehen sollten, wenn diese zugleich durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt sind.

Wer ist Patriot Front?

Patriot Front ist eine US-amerikanische Gruppe weißer Suprematisten mit Sitz in Texas. Sie wurde 2017 nach der Abspaltung von der neonazistischen Organisation Vanguard America im Anschluss an die gewaltsame „Unite the Right“-Kundgebung in Charlottesville gegründet.

Die Gruppe wird von Thomas Ryan Rousseau geführt und nutzt patriotische Symbole und Parolen, um eine weiß-nationalistische Ideologie zu propagieren. Nach Angaben der Anti-Defamation League besteht ihr Ziel darin, einen Staat zu schaffen, der den Nachkommen der ursprünglichen weißen Gründer der Vereinigten Staaten vorbehalten ist.

Die Anti-Defamation League beschreibt Patriot Front zudem als eine der sichtbarsten Gruppen weißer Suprematisten in den Vereinigten Staaten, unter anderem weil sie regelmäßig Demonstrationen organisiert und Propagandamaterial im öffentlichen Raum verbreitet.

Quellen: AFP, Agerpres, HotNews, CNN, Anti-Defamation League