Startseite Nachrichten Trump-Verbündete verlässt Spitzenposten nach wachsender Uneinigkeit über den Iran

Trump-Verbündete verlässt Spitzenposten nach wachsender Uneinigkeit über den Iran

Tulsi gabbard
Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Tulsi Gabbard tritt als Direktorin der nationalen Nachrichtendienste der USA zurück, nachdem die internen Spannungen in Donald Trumps Regierung wegen des Kriegs im Iran sowie Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Weißen Hauses zugenommen haben.

Nach Monaten interner Spannungen innerhalb der Regierung von Donald Trump ist Tulsi Gabbard als Direktorin der nationalen Nachrichtendienste der USA zurückgetreten, berichtet European Pravda.

Offiziell wird eine Krankheit als Grund genannt, doch mehrere Medien verweisen auf interne politische Konflikte als eigentliche Ursache.

Nachdem Gabbard sich geweigert hatte, einen hochrangigen Beamten zu kritisieren, der aus Protest gegen den US-Krieg im Iran zurücktrat, soll die Unzufriedenheit im Weißen Haus gewachsen sein, berichtet The Guardian.

Kontroverse Persönlichkeit

Während ihrer Amtszeit sorgte Gabbard mit verschiedenen Aussagen mehrfach für Aufsehen.

Unter anderem kritisierte sie die Unterstützung der USA für Kyjiw und bezeichnete die Ukraine als korruptes Land.

Außerdem behauptete sie laut European Pravda, die Biden-Regierung habe den Konflikt angeblich verlängert, anstatt sich um Frieden zu bemühen.

Als der frühere Leiter des US-amerikanischen National Counterterrorism Center aus Protest gegen den Krieg im Iran zurücktrat, distanzierte sich Gabbard Berichten zufolge nicht von seiner Entscheidung.

Dies soll innerhalb von Trumps Umfeld für große Unzufriedenheit gesorgt haben. Kurz darauf begann er laut The Guardian, mit seinen Beratern über mögliche Nachfolger zu sprechen.

Wer übernimmt?

Gabbard wird den Posten Ende Juni verlassen. Der frühere CIA-Mitarbeiter Aaron Lucas soll ihre Rolle vorübergehend übernehmen.

Derzeit wird nach einer dauerhaften Nachfolge gesucht, wobei CIA-Vizedirektor Michael Ellis laut The Wall Street Journal als Favorit für den Posten gilt.

Es gibt jedoch auch andere mögliche Kandidaten für die Nachfolge, darunter die Kongressabgeordnete Elise Stefanik.

Quellen: European Pravda, The Guardian, The Wall Street Journal