Hunderte Kriegsgefangene sind nach Hause zurückgekehrt, während die Ukraine und Russland einen neuen Austausch durchführen, der bei den jüngsten Friedensverhandlungen vereinbart wurde.
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Vertreter beider Seiten sagten, dass ein weiterer großer Austausch am folgenden Tag stattfinden soll, berichtet Digi24.ro.
Gefangene freigelassen
Russland und die Ukraine bestätigten am Donnerstag, dass jeweils 200 Kriegsgefangene von beiden Seiten ausgetauscht wurden.
Laut Digi24.ro ist der Austausch Teil von Vereinbarungen, die während der jüngsten Verhandlungen in Genf getroffen wurden.
Russische Behörden erklärten, die freigelassenen russischen Soldaten seien nach dem Austausch nach Belarus gebracht worden.
Dort erhalten sie derzeit medizinische und psychologische Betreuung, bevor sie nach Russland zurückgebracht werden.
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Weitere Austausche geplant
Russlands Chefunterhändler Wladimir Medinski sagte, dass weitere Austausche folgen würden.
In einem Beitrag auf Telegram erklärte er, dass am Freitag weitere 300 Gefangene von jeder Seite freigelassen werden sollen.
Sollten beide Austausche abgeschlossen werden, würden insgesamt 500 Gefangene in jedes Land zurückkehren.
Die Ankündigungen sind eines der wenigen konkreten Ergebnisse der jüngsten diplomatischen Gespräche.
Selenskyj bestätigt Rückkehr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Austausch kurz nach dessen Durchführung.
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„Heute haben 200 ukrainische Familien die sehnlich erwartete Nachricht erhalten: Ihre Angehörigen kehren nach Hause zurück“, schrieb Selenskyj in den sozialen Medien.
Er sagte, die Gruppe umfasse ukrainische Kämpfer, die zu Beginn des Krieges während der Schlacht um das Stahlwerk in Mariupol gefangen genommen wurden.
Die Anlage fiel im ersten Jahr des Konflikts an russische Truppen.
Begrenzter Fortschritt
Frühere Gefangenenaustausche fanden bereits während früherer Verhandlungsrunden statt.
Anfang Februar ließen beide Seiten nach Gesprächen in Abu Dhabi jeweils 157 Gefangene frei.
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Ein umfassender diplomatischer Fortschritt bleibt jedoch begrenzt.
Laut Digi24.ro endete die jüngste Verhandlungsrunde in Genf ohne größere Durchbrüche, abgesehen von Gefangenenaustauschen und Gesprächen über mögliche Mechanismen zur Überprüfung eines künftigen Waffenstillstands.
Offene Streitpunkte
Diplomatische Quellen sagten, die Treffen in Genf seien angespannt gewesen und Russland habe an seiner Forderung festgehalten, dass die Ukraine die verbleibenden Teile der Donbas-Region, die noch unter ukrainischer Kontrolle stehen, abtreten müsse.
Dazu würden etwa 20 Prozent der Oblast Donezk und ein kleiner Teil der Oblast Luhansk gehören.
Selenskyj hat die Idee abgelehnt, das Gebiet zu übergeben.
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Er sagte, eine solche Entscheidung müsse durch ein nationales Referendum gebilligt werden, von dem er glaubt, dass die Ukrainer es ablehnen würden.
Quellen: Digi24.ro, EFE