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USA warnen Bürger vor hohem festnahmerisiko in Russland

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Steigende Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine haben Washington zu einer deutlichen Warnung veranlasst. US-Vertreter erklären, die Lage in Russland stelle ernsthafte Gefahren für ausländische Besucher dar, wobei im Ernstfall nur begrenzte Hilfe zur Verfügung stehe.

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Der Hinweis enthält detaillierte Begründungen und ungewöhnlich deutliche Empfehlungen.

Offizielle Warnung

Laut WPwiadomosci veröffentlichte die US-Regierung am 29. Dezember 2025 eine aktualisierte Reisewarnung, in der US-Bürger dringend aufgefordert werden, nicht nach Russland zu reisen.

„Reisen Sie aus keinem Grund nach Russland“, heißt es in der Erklärung unter Verweis auf den anhaltenden Konflikt mit der Ukraine sowie das Vorgehen der russischen Behörden.

US-Vertreter warnten, dass Amerikanern Belästigung, Festnahme oder eine willkürliche Anwendung russischer Gesetze drohen könnten.

Risiko der Inhaftierung

Die Reisewarnung hob eine anhaltende Gefahr von Inhaftierungen hervor. „Das Risiko einer rechtswidrigen Inhaftierung von US-Bürgern bleibt hoch“, hieß es.

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Demnach hätten einige Festnahmen auf falschen Anschuldigungen beruht, darunter Vorwürfe im Zusammenhang mit religiösen Aktivitäten. Die Warnung betonte, dass rechtliche Verfahren in Russland undurchsichtig und langwierig sein können, ohne Garantie auf faire Behandlung.

US-Behörden erklärten zudem, inhaftierte Amerikaner könnten gezwungen werden, vollständige Haftstrafen ohne vorzeitige Entlassung zu verbüßen.

Eingeschränkte Unterstützung

Der konsularische Beistand werde voraussichtlich stark eingeschränkt sein. Die USA erklärten, ihre Botschaft in Moskau verfüge nur über begrenzte Möglichkeiten, inhaftierten Bürgern zu helfen.

Zudem gebe es keine Garantie, dass russische Behörden konsularischen Zugang gewähren würden, was Betroffene ohne Kontakt oder substanzielle Unterstützung zurücklassen könne.

Fortbestehende Beschränkungen für das Personal der US-Botschaft in Russland schränkten Washingtons Eingriffsmöglichkeiten weiter ein.

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Staatsangehörigkeitsfragen

Ein weiterer angesprochener Punkt war Russlands Weigerung, die US-Staatsbürgerschaft von Personen anzuerkennen, die zusätzlich die russische Staatsangehörigkeit besitzen oder dazu berechtigt sind.

„Die russische Regierung hat einige Bürger zum Militärdienst gezwungen“, hieß es in der Warnung. Betroffene unterlägen unabhängig von ihrer US-Staatsangehörigkeit russischen Gesetzen und Pflichten.

Dies könne Reisende der Gefahr einer Einberufung oder anderer Strafen aussetzen.

Falls Sie dennoch reisen

Für den Fall, dass der Empfehlung nicht gefolgt wird, nannte die US-Regierung Vorsichtsmaßnahmen. Reisende sollten sich auf eine mögliche unbefristete Inhaftierung ohne klare Anklage oder Kommunikation einstellen.

Zudem rieten die Behörden dazu, ein Testament zu erstellen, Evakuierungspläne auszuarbeiten, die nicht auf Unterstützung der US-Regierung angewiesen sind, und vor der Reise Regelungen zur Kinderbetreuung mit Angehörigen zu besprechen.

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Die Maßnahmen spiegelten den Ernst der bestehenden Risiken wider, erklärten die Behörden.

Quellen: WPwiadomosci